• Rezepte

    Geheimnis Wintersüppchen: Wie ich diese furchtbare Erkältung überlebte.

    Ken­nen Sie das? Kaum ist man im öffent­li­chen Raum erkäl­tet, wird man mit guten Rat­schlä­gen über­häuft und voll­ge­stopft, ob man gefragt hat oder nicht. Geheim­mit­tel­chen hier, Salz Nr. fünf­und­drölf­zig dort – dabei ist doch bekannt­lich alles, was eine Erkäl­tung braucht, um abzu­hei­len, etwas Zeit, Ruhe und Hüh­ner­sup­pe. Wobei das mit dem Hüh­ner- vor der -Sup­pe womög­lich nicht stimmt – die­ser Kör­per hier hat seit vie­len Jah­ren kei­ne Hüh­ner mehr ver­daut, und ist trotz­dem von jeder Erkäl­tung flott und unkom­pli­ziert gene­sen. Sicher­lich, irgend­wann hat mal jemand fest­ge­stellt, dass so ein Hüh­ner­süpp­chen anti­bak­te­ri­ell wirkt, aber inwie­fern die­se Ein- oder Zwei­mal­ga­be eines gering anti­bak­te­ri­ell wir­ken­den Soul­foods tat­säch­li­chen Ein­fluss auf die Hei­lung von viral indu­zier­ter Pha­ryn­gi­tis, Sinu­si­tis und Bron­chi­tis haben soll – nun, ich las­se das mal hier im Raum ste­hen.

    Jeden­falls. Soul­food. Wenn ich krank bin, brau­che ich am ers­ten rich­tig schlap­pen Tag immer etwas hei­ßes, etwas, das sich schnell und ohne Kraft­auf­wand zube­rei­ten lässt und mög­lichst ohne Ein­kauf ver­füg­bar ist. Und wie es der Zufall will, schreit immer alles in mir nach – Trom­mel­wir­bel – Vanil­le­pud­ding. (Wir kom­men gleich zur Hüh­nersup­pe, jetzt sei­en Sie mal nicht so unge­dul­dig.) Vanil­le­pud­ding auf Pfan­zen­milch­ba­sis ver­schleimt übri­gens auch nicht, kann man also pri­ma direkt heiß aus dem Topf löf­feln, das spart dann sogar noch Abwasch.

    Wenn ich dann, am dar­auf­fol­gen­den Tag, wie­der sowas wie Kreis­lauf habe, wage ich mich an die Zube­rei­tung von Sup­pe. Bis­lang habe ich immer Hüh­ner­sup­pe mit Ing­wer und Anker­kraut Brat­hähn­chen-Gewürz gekocht und das Huhn ein­fach weg­ge­las­sen. Ich wäre auch dies­mal so ver­fah­ren, wenn mir E. kei­nen Link zu vega­ner Hüh­ner­sup­pe geschickt hät­te. Die Idee hin­ter die­ser Vari­an­te ist, die ent­zün­dungs­hem­men­den Bestand­tei­le des Huhns aus Pflan­zen zu bezie­hen, und zwar aus: Lin­sen und Broc­co­li. Und schon wie­der schlägt der Zufall zu, denn ich LIEBE Lin­sen und Broc­co­li (ob das dar­in ent­hal­te­ne Cystein irgend­was bewirkt, ist mir reich­lich schnup­pe). Da ich aber auch mein Hüh­ner­sup­pen­re­zept lie­be und für das bes­te aller Zei­ten hal­te, habe ich die bei­den ein­fach ver­hei­ra­tet.

    Los geht’s!

    Zutaten

    • Zwie­beln
    • 1 Stan­ge Lauch
    • 3 Möh­ren
    • 1 Stück Sel­le­rie
    • 1 Blu­men­kohl
    • 1 EL Raps­öl
    • 2–3 TL Gewürz­mi­schung für Brat­hähn­chen
    • 12 TL Kur­ku­ma
    • 2,5–3 Liter Was­ser
    • 1 dau­men­gro­ßes Stück Ing­wer
    • Salz
    • ca. 10 Pfef­fer­kör­ner
    • 4–6 Nel­ken
    • 2 Lor­beer­blät­ter
    • 1 Bund Peter­si­lie

    Optionales Hühnchenpuzzle

    • 200 g rote Lin­sen
    • 200 g Broc­co­li
    • 125 g Nudeln

    Schnei­den Sie Zwie­beln, Lauch, Möh­ren und Sel­le­rie in gro­be Wür­fel und zer­le­gen Sie den Blu­men­kohl in etwas grö­ße­re Tei­le. Geben Sie Öl, Gewürz­mi­schung und Kur­ku­ma dazu und gie­ßen Sie so viel Was­ser dar­über, dass alles locker schwim­men darf. Geben Sie herd­tech­nisch Voll­gas und brin­gen Sie das gan­ze zum kochen.

    Wäh­rend­des­sen schnei­den Sie den Ing­wer in Stü­cke (wenn er bio ist, las­sen Sie ruhig die Scha­le dran) und fül­len ihn in einen Gewürz­ball. Wenn Sie kei­nen haben, schnei­den Sie den Ing­wer so klein, dass er spä­ter in der Sup­pe nicht so auf­dring­lich ist. Stop­fen Sie Nel­ken, Pfef­fer­kör­ner und Lor­beer­blät­ter in einen zwei­ten Gewürz­ball. Soll­ten Sie immer noch kei­nen haben: Es geht auch ohne. Schi­cken Sie bei­de Bäl­le ins blub­bern­de Süpp­chen­bad und hacken Sie schon­mal die Peter­si­lie klein.

    Redu­zie­ren Sie die Hit­ze und las­sen Sie das Süpp­chen min­des­tens ein hal­bes Stünd­chen köcheln. Bes­ser ein gan­zes. Legen Sie sich wäh­rend­des­sen schön aufs Ohr, kochen ist anstren­gend und Sie soll­ten sich noch scho­nen.

    Jetzt kommt der optio­na­le Teil: Wenn Sie sich ein vega­nes Hühn­chen puz­zeln möch­ten, geben Sie 15 Minu­ten vor Ende der Gar­zeit die Lin­sen, 10 Minu­ten vor Ende der Gar­zeit die Nudeln und 5 Minu­ten vor Ende der Gar­zeit den Broc­co­li dazu und schal­ten Sie den Herd ab.

    So oder so: Rüh­ren Sie am Ende die gehack­te Peter­si­lie unter, schme­cken Sie alles mit Salz und Pfef­fer ab und freu­en Sie sich. Sie haben sich selbst ein fei­nes Süpp­chen gekocht und kön­nen zufrie­den wie­der ins Kran­ken­bett sin­ken. Hin­ein mit dem hei­ßen Wun­der­werk, las­sen Sie es sich schme­cken, Bon appé­tit!

    (Übri­gens hat man mitt­ler­wei­le in Stu­di­en her­aus­ge­fun­den, dass hei­ßer Dampf zwar nicht scha­det, aber auch nicht hilft. Sie kön­nen die Sup­pe also auch kalt löf­feln, wenn Sie das mögen.)

    PS: Heu­te ist Tag drei. Ich bin wie­der auf den Bei­nen, wer­de gleich ins Home­of­fice gehen und wie­der am Arbeits­le­ben teil­ha­ben. Wahr­schei­lich hät­te mein Immun­sys­tem das aber auch mit Vanil­le­pud­ding allein geschafft.

  • Tagebuch

    #tgbchblggn: Die Erde, Nachbarschaft, schlechte Kekse, Mother!


    Lie­bes Tage­buch,

    der ame­ri­ka­ni­sche Prä­si­dent weiß nicht, wie man einen Regen­schirm schließt, in Bra­si­li­en wur­de rechts­ra­di­kal gewählt, mei­ne Erkäl­tung hat mich völ­lig dahin­ge­rafft und auch sonst ist die Welt in einem bemer­kens­wert beschis­se­nen Zustand.

    Die Erde. Alex­an­der Gerst hat Fotos vom Ama­zo­nas gemacht, hier und hier. Schon zu mei­ner Schul­zeit in den Neun­zi­gern wur­de über die Bedro­hung der täg­li­chen Rodung sound­so­vie­ler Fuß­ball­feld­flä­chen welt­weit gespro­chen, und da, zack, kaum 25 Jah­re spä­ter, haben wir den Salat.

    Nach­bar­schaft. Seit wir in die­sem Haus woh­nen, habe ich über nichts mehr die Augen ver­dreht, als über das irre See­hund­la­chen der Nach­ba­rin aus dem EG. Über 13 Jah­re lang hat es die­ses Lachen geschafft, mich aus jeder Ent­span­nungs­si­tua­ti­on, sogar aus dem Tief­schlaf zu schre­cken. Jetzt lacht die Nach­ba­rin nicht mehr. Das geht nun schon ein paar Mona­te so, und ich mache mir Sor­gen.

    dm-Bio Din­kel-Dop­pel­keks. Wie man es schafft, unter Ein­satz so vie­ler Kalo­ri­en etwas der­ar­tig geschmack­lo­ses zu erzeu­gen, ist mir ein Rät­sel.

    Mother! Irrer Film mit einer glü­hen­den Jen­ni­fer Law­rence. So viel Rase­rei, so weni­ge Ant­wor­ten, und ich war mir erst nicht sicher, ob das Kunst ist oder weg kann (oder bei­des). Die schein­bar völ­lig absur­de Sto­ry kommt jeden­falls ohne jeden Kon­text daher und wird so der­ma­ßen nach allen Sei­ten hin offen erzählt, dass man am Ende fast alles in sie hin­ein­in­ter­pre­tie­ren kann. Mich stör­te die­se Abwe­sen­heit von … [Mei­nung? Hal­tung? Gui­d­ance?]; als der Abspann lief, fehl­te es mir an Bot­schaft, und ich frag­te mich, was jetzt bit­te der Punkt war. Wie gut, dass ich anschlie­ßend nicht aus dem Kino lau­fen und aktiv rum­le­ben muss­te, son­dern ein wenig *nach­sin­nen* konn­te. Denn: Mother! ist groß, gera­de­zu gewal­tig – und hat mich im Nach­gang schlicht umge­hau­en.

  • Tagebuch

    #tgbchblggn: Ein schöner Tag mit Fotos & Kino

    Lie­bes Tage­buch,

    ges­tern war ein schö­ner Tag. Ich bin voll moti­viert früh auf­ge­stan­den, um end­lich ein paar Din­ge zu erle­di­gen. Wit­zi­ger­wei­se fand ich mich nur weni­ge Vier­tel­stun­den spä­ter mit einer damp­fen­den Tas­se Kaf­fee blog­gend auf dem Sofa wie­der. Was soll all der Ehr­geiz, wenn man auch bloß gam­meln kann? Im Anschluss prä­pa­rier­te ich mich sorg­fäl­tig für die Foto­ses­si­on, die spä­ter am Vor­mit­tag im Yoga­stu­dio statt­fin­den soll­te. Ich habe sogar Pri­mer auf­ge­tra­gen!

    Foto­gra­fiert wor­den. Im Haupt­job war ich in den letz­ten Jah­ren für meh­re­re grö­ße­re Por­traits­hoo­ting-Ses­si­ons ver­ant­wort­lich, und die Rou­ti­ne im Umgang mit Kame­ras und Foto­gra­fen habe ich ges­tern ganz deut­lich gespürt. Schön, dass ich da mitt­ler­wei­le ganz rela­xed sein und die Zeit mit den ande­ren Yoga­tan­ten genie­ßen konn­te <3 

    Ins Kino gegan­gen. Der Mann und ich fah­ren ger­ne etwas wei­ter ins nächst­ge­le­ge­ne UCI, weil es da vor­her Lauf­bandsu­shi und wäh­rend­des­sen echt gutes Pop­corn gibt. Seit einer Wei­le gibt es auch Soft­ge­tränk-Mix­au­to­ma­ten, über die ich seit der Ent­de­ckung von Spri­te Zero Him­bee­re nie wie­der meckern wer­de, beim Froh­sinn mei­ner Geschmacks­pa­pil­len!

    Incredi­bles 2 geschaut. Hach. Tolls­ter Film seit lan­gem. Ich habe mich 118 Minu­ten lang ein­fach köst­lich amü­siert. Und Elas­ti­girls Haar­schopf ist ja wohl der Ham­mer.

    Abge­schminkt. Über zwölf Stun­den durch die Gegend geturnt und immer noch frisch und tuf­fig im Gesicht. Guter Pri­mer [unbe­auf­trag­te Pro­dukt­wer­bung].

  • Tagebuch

    #tgbchblggn: Annika vs. Pippi, Eisfüße, Politik vs. Yoga, wütend und genervt

    Anni­ka vs. Pip­pi. Vor unge­fähr einem Jahr hat­ten wir das The­ma schon mal: Dass man nicht Anni­ka, son­dern Pip­pi sein sol­le, nicht Tus­si, son­dern Bücher­wurm, nicht schön, son­dern klug, nicht pro­mis­kui­tiv, son­dern schwer zu haben. Die­se Hal­tung hat mein per­sön­li­ches Ver­hält­nis zu ande­ren Frau­en stark geprägt; ich bin immer noch sehr auf der Hut vor Urtei­len. Wie wäre es, wenn wir sol­che Mus­ter auch end­lich ein­mal hin­ter uns lie­ßen und ein­fach die wären und anneh­men, die wir sind? Ein Thread.

    Eis­fü­ße. Ich ver­flu­che die schi­cken, aber kal­ten Flie­sen unse­rer Woh­nung sehr und gehe wie­der mit Wärm­fla­sche ins Bett. Oder wie Stef­fi drü­ben auf Face­book sag­te: »Kein Nacht­schlaf ohne war­me Füße«. Ich möch­te das als T-Shirt.

    Poli­tik vs. Yoga. Ich ver­su­che wäh­rend mei­nes Unter­richts oder um den Unter­richt her­um poli­ti­sche The­men zu mei­den. Nicht, weil ich glau­be, dass das nicht zum Yoga gehört, son­dern weil der Rah­men eher ungüns­tig ist: Wir haben so wenig Zeit vor und nach einer Klas­se, dass ich es nahe­zu unmög­lich fin­de, den vie­len Sicht­wei­sen und damit ver­bun­de­nen Emo­tio­nen den Raum zu geben, den jede*r braucht, um sich wie­der­zu­fin­den, ohne sich bewer­tet zu füh­len. Am Mitt­woch stand dann aber plötz­lich die ganz gro­ße Hafen­rund­fahrt an: Kli­ma­er­wär­mung, vege­ta­ri­sche Ernäh­rung, Trump, ob man als guter Mensch über­haupt Poli­tik machen kann, die Kol­lek­tiv­schuld der Deut­schen, Patrio­tis­mus. Das war eine Her­aus­for­de­rung, von der ich viel mit­ge­nom­men habe. Schü­ler sind ein­deu­tig die bes­ten Leh­rer.

    Wütend und genervt. Es gibt da die­sen loka­len Dienst­leis­ter, mit dem ich seit 2001 aus Grün­den regel­mä­ßig zusam­men­ar­bei­ten muss und der mich eben­so regel­mä­ßig zur Weiß­glut treibt. Aktu­ell hän­ge ich gemein­sam mit Chris­ti­an seit Juli in fol­gen­der, dem Arbeits­mus­ter des Dienst­leis­ters ent­spre­chen­der Schlei­fe:

    1. Wir schil­dern das Pro­blem und unse­re Anfor­de­rung.
    2. Er liest nur die Hälf­te und beant­wor­tet die Fra­ge dahin­ge­hend, dass wir unse­re Anfor­de­rung ändern müss­ten (wahl­wei­se: selbst Schuld sei­en / gar kein Pro­blem, wahl­wei­se kei­ne Ahnung, haben).
    3. Wir bit­ten expli­zit dar­um, Tätig­kei­ten X, Y und Z aus­zu­füh­ren.
    4. Er erle­digt X ganz, Y halb und Z anders als gedacht.
    5. Wir kön­nen wie­der arbei­ten, bis uns ein paar Tage oder Wochen spä­ter das Pro­blem wie­der auf die Füße fällt.
    6. gehe zu Nr 1. usw.

    Ges­tern stan­den wir mal wie­der am Ende von Nr. 5 und haben einen neu­en Zyklus ein­ge­lei­tet; ich wäre fast geplatzt. Ich habe da ja schließ­lich einen Job zu erle­di­gen! Seit 2001 mache ich die­sen Heck­meck mit, irgend­wann reichts mal, bla­blaund­so­wei­ter, Sie ken­nen das Lied, und am Ende war ich ein­fach nur noch müde. Und dann, weni­ge Stun­den spä­ter, sit­ze ich auf mei­ner Mat­te, höre auf mei­nen Atem und lau­sche Tama­ra Levitt, die im heu­ti­gen Dai­ly Calm über Sha­red Huma­ni­ty spricht, über Unge­duld und dar­über, wie Wut über ande­re uns aus unse­rer Mit­te schwemmt, obwohl es nur ein biss­chen Mit­ge­fühl braucht, um eine Situa­ti­on anders zu beur­tei­len. Ich grins­te hart. Ich hab so viel zu ler­nen.

  • Tagebuch

    #tgbchblggn: Regen, 999 Fragen

    Regen. Viel über die Selbst­ver­ständ­lich­keit nach­ge­dacht, mit der ich Regen bis­her begeg­net bin. »Einen Regen­tanz auf­zu­füh­ren« hielt ich ins­ge­heim immer für eine irgend­wie nied­li­che Ritus­an­ge­le­gen­heit für »Natur­völ­ker«; mir war kraft mei­nes bla­sier­ten Nord­west­eu­ro­pä­er­tums ein­fach nicht klar, was es bedeu­tet, wenn der Regen aus­bleibt. (Hier fol­gen­de Erkennt­nis: Ich bin wie ein klei­nes Kind, das ver­steht, dass Men­schen ster­ben müs­sen, sich selbst aber trotz­dem für unsterb­lich hält.) Jetzt bekom­me ich so lang­sam eine Idee.

    Jeden­falls: Regen! Heu­te Nacht hat es satt gestürmt, rich­tig abge­kühlt und das ers­te Mal nen­nens­wert gereg­net; die Luft riecht so herr­lich wür­zig und rein­ge­wa­schen zugleich. Und auch wenn mei­ne per­sön­li­che Wohl­fühl­tem­pe­ra­tur erst bei 25 Grad beginnt: Ich bin erleich­tert, end­lich etwas schlot­tern zu dür­fen. Alles ande­re ist ein­fach nicht rich­tig.

    999 Fragen (41−50)

    1. Trennst du dei­nen Müll?
      Ja und nein. Papier und Recy­c­le­ba­res tren­ne ich SEHR kon­se­quent; Bio- und Rest­müll hin­ge­gen nicht. Sie fra­gen sich, wie so eine Öko­sch­nat­ze wie ich der­ar­tig fre­vel­haf­tes Ver­hal­ten an den Tag legen kann? Weil mei­ne wer­ten Nach­barn allen mög­li­chen Scheiß im Bio­müll ent­sor­gen. Vom Aschen­be­cher­in­halt über Bat­te­ri­en bis hin zu Alt­me­di­ka­men­ten kann man alles regel­mä­ßig aus den Bio­ton­nen fischen, und nach­dem ich red­lich acht Jah­re oder so mit gutem Bei­spiel vor­an­ge­gan­gen bin und sogar die Alukläm­mer­chen von Tee­beu­teln getrennt habe, habe ich auf­ge­ge­ben. (Alukläm­mer­chen wan­dern natür­lich immer noch in den gel­ben Sack.)
    2. Warst du gut in der Schu­le?
       Nein. Zumin­dest wäh­rend der maß­geb­li­chen Schul­jah­re nicht.
    3. Wie lan­ge stehst du nor­ma­ler­wei­se unter der Dusche?
       Zwi­schen fünf und zwan­zig Minu­ten, und ich genie­ße jede ein­zel­ne davon.
    4. Glaubst du, dass es außer­ir­di­sches Leben gibt?
      Natür­lich. Hat sich jemand mal ange­schaut, wie rie­sig allei­ne unse­re Gala­xie ist? Und wie vie­le Gala­xi­en es gibt? Wenn die Erde der ein­zi­ge Pla­net ist, der in der habi­ta­blen Zone einer Son­ne kreist, fres­se ich einen Besen. Wenn ich von einem über­zeugt bin, dann davon, dass das Leben über­all ist.
    5. Um wie viel Uhr stehst du in der Regel auf?
       Um sie­ben Uhr, aber ich wer­de viel­mehr auf­ge­stan­den. (Hal­lo, Mann! <3)
    6. Fei­erst du immer dei­nen Geburts­tag?
      Nein.
    7. Wie oft am Tag bist du auf Face­book?
      Immer mal wie­der zwi­schen­durch, wie oft könn­te ich gar nicht sagen.
    8. Wel­chen Raum in dei­ner Woh­nung magst du am liebs­ten?
      Das Wohn­zim­mer. Wenn es noch etwas grö­ßer wäre, und mei­ne Yoga­mat­te hier ihren fes­ten Platz hät­te, wäre es per­fekt.
    9. Wann hast du zuletzt einen Hund (oder ein ande­res Tier) gestrei­chelt?
      Hund wüss­te ich jetzt tat­säch­lich nicht, aber vor­letz­te Sams­tag­nacht kraul­te ich B., einen Kater­katz, sehr aus­gie­big.
    10. Was kannst du rich­tig gut?
      Klug­schei­ßen.
  • Tagebuch

    #tgbchblggn: Vogelsang, Sharp Objects & diverser Kleinkram

    But­ter­brot. In der eng­li­schen Wiki­pe­dia befin­det sich ein aus­führ­li­cher Arti­kel über das But­ter­brot. Das fand ich sehr unter­halt­sam. (via @yellowled)

    Die ers­ten Man­da­ri­nen geges­sen. Lecker.

    Hard­ware­scha­den-Fol­ge­schä­den beho­ben statt rum­ge­wo­chen­en­det. Anstren­gend.

    NS-Ordens­burg Vogel­sang. Nach­ge­hol­tes August-Date, das wegen Knie­schmerz (ich) und Zeh­bruch (Mann) aus­ge­fal­len war. Bei beängs­ti­gend war­mem Wet­ter nah­men wir an einer neun­zig­mi­nü­ti­gen Gelän­de­füh­rung teil, die sich als end­lo­ser Vor­trag mit nur weni­gen Orts­wech­seln ent­pupp­te. Der Gui­de war rhe­to­risch super und spru­del­te nur so vor lau­ter Fak­ten, war aber lei­der völ­lig plan­los und hielt Fotos von Gebäu­den oder Skulp­tu­ren in die Luft, die wir unter Ein­satz von nur weni­gen Schrit­te mit eige­nen Augen hät­ten sehen kön­nen. Und dafür waren wir ja ange­reist: Sehen. Ler­nen. Begrei­fen. Nach ein­hun­d­er­zwan­zig Minu­ten stah­len wir uns aus der Grup­pe her­aus und flüch­te­ten in die Cafe­te­ria (Pom­mes <3). Weil nach all der Ste­he­rei weder Knie noch Fuß zu wei­te­ren Erkun­dungs­gän­gen fähig waren, fuh­ren wir nach einem sehr, sehr kur­zem Spa­zier­gang noch im Hel­len heim – ange­füllt mit Wis­sen, aber nicht wirk­lich viel schlau­er.

    Sharp Objec­ts zuen­de geschaut. Ich weiß gar nicht, wo ich anfan­gen soll; die Serie war für mich ganz schwer zu ertra­gen, sie krib­bel­te mir die gan­ze Zeit im Nacken, aber HELL YES da sind mal Frau­en als GANZE MENSCHEN por­trä­tiert, mit der gesam­ten zur Ver­fü­gung ste­hen­den Band­brei­te an ein­fach allem und als Sub­jek­te ihres eige­nen Han­delns. In Sachen Diver­si­tät sieht es lei­der deut­lich schlech­ter aus. Davon abge­se­hen ist die Serie ein groß­ar­ti­ger Thril­ler in acht Tei­len, gän­se­haut-gru­se­lig, zum Schrei­en schmerz­haft und bril­lant edi­tiert. Sehen Sie selbst.

    Erkäl­tung. Heu­te mor­gen mit Hals­schmer­zen und sonst auch ziem­lich frit­te auf­ge­wacht. Trotz­dem zum Haut­arzt geschleppt, um nicht wie­der drei Mona­te auf einen neu­en Ter­min war­ten zu müs­sen. Anschlie­ßend geges­sen, geschla­fen, gebloggt, wei­ter­ge­schl… zzzZZZ