Tagebuch

#tgbchblggn: Armchair Expert, Twittergeburtstag, 999 Fragen

Es geht auf­wärts. Die Bauch­schmer­zen sind fast weg, mei­ne Stim­me kommt zurück, Nasen­at­mung ist wie­der eini­ger­ma­ßen mach­bar und der Kaf­fee schmeckt auch. Yay me!

Gehört. Lena Dun­ham ist zu Gast bei Arm­chair Expert Dax She­pard (124 Minu­ten, eng­lisch). Das Gespräch ist so lus­tig, klug, respekt­voll, spon­tan und ehr­lich, dass es eine Freu­de ist, den bei­den zuzu­hö­ren – auch wenn es inhalt­lich schwie­rig wird. Ich lie­be Dax’s Inter­views sehr und ich bin jedes­mal über­rascht, wie unglaub­lich locker die per­sön­lichs­ten The­men in ein bis zwei Stun­den run­ter­be­spro­chen wer­den, ganz unab­hän­gig davon, wer da gera­de zu Gast ist. »A pod­cast that cele­bra­tes the mes­si­ness of being human«, inde­ed.

Twit­ter­ge­burts­tag. Zur Fei­er elf gan­zer Jah­re noch­mal auf 140 Zei­chen getex­tet. Ich wer­de immer ein biss­chen weh­mü­tig, wenn ich an die ers­ten Jah­re den­ke. Wie wir uns alle über knapp for­mu­lier­te Bana­li­tä­ten ken­nen­ge­lernt und eine nie enden wol­len­de Orgie der Zunei­gung gefei­ert haben. Obwohl jetzt so viel mehr Men­schen auf Twit­ter sind, ist es heu­te um eini­ges ein­sa­mer dort.

999 Fragen (51–60)

  1. Wen hast du das ers­te Mal geküsst?
    Ich neh­me das jetzt mal wört­lich, küs­sen statt geküsst wer­den. Ich küss­te R. im Som­mer 1996, eigent­lich mehr aus Lan­ge­wei­le und Neu­gier. Aber es hat sich echt gelohnt, denn R. hat sehr anstän­dig zurück­ge­küsst, und wir waren gleich zwei­mal ein Paar.
  2. Wel­ches Buch hat einen star­ken Ein­druck bei dir hin­ter­las­sen?
    Tie­re essen. Ich hät­te ja jetzt ger­ne etwas von lite­ra­ri­scher Ver­zü­ckung erzählt, und sicher gibt es da eini­ges, was mich zutiefst beein­druckt hat. Tie­re essen hat aber mein gan­zes Leben ver­än­dert, und zwar zum Bes­sern – auch wenn man es ange­sichts der Schwe­re der Kost kaum glau­ben mag.
  3. Wie sieht für dich das idea­le Braut­kleid aus?
    Schwarz und schlicht. Viel­leicht zeig ich Euch mal ein Foto (da muss ich erst die Trau­zeu­gen fra­gen, die sind da näm­lich mit drauf).
  4. Fürch­test du dich im Dun­keln?
    Nicht zwin­gend. Der Dun­kel­heit den Rücken zuzu­dre­hen ist aber beängs­ti­gen­der, als in sie hin­ein­zu­ge­hen.
  5. Wel­chen Schmuck trägst du täg­lich?
    Kei­nen.
  6. Mögen Kin­der dich?
    Man­che ja, man­che nein, das ist wie mit allen Men­schen.
  7. Wel­che Fil­me schaust du lie­ber zu Hau­se auf dem Sofa als im Kino?
    Hor­ror, Spuk und ähn­li­ches. Damit ich auch auf­ste­hen und ein biss­chen Wäsche fal­ten kann, wenn es zu gru­se­lig wird.
  8. Wie mild bist du in dei­nem Urteil?
    Ach jö, als wür­de mir Mil­de irgend­wie zuste­hen, das hat sowas her­ab­las­sen­des. Ich bemü­he mich, so wenig wie mög­lich über­haupt zu urtei­len. Mehr erfah­ren, mehr wahr­neh­men, mehr ver­ste­hen. Urtei­le machen es schwer, durch­läs­sig zu blei­ben.
  9. Schläfst du in der Regel gut?
    Das sah vie­le Jah­re ganz anders aus, aber: OH JA.
  10. Was ist dei­ne neu­es­te Ent­de­ckung?
    Kchkch. Es fällt mir manch­mal schwer, das Frame­set die­ser Fra­gen mit mei­ner Rea­li­tät über­ein­an­der zu brin­gen. Meint das ein Pro­dukt? Einen Life­hack? Oder dass mei­ne Ohren end­lich groß genug für In-Ears sind? (Es ist SO ein Segen.)