• Tagebuch

    #tgbchblggn: Ode an die Banane, 999 Fragen

    [Ode an die Bana­ne]. Eine andert­halb Jah­re andau­ern­de All­er­gen-Aus­schluss-Odys­see ist nun vor­über. Am Ende waren nur noch Wasch­mit­tel, Cas­hews und Bana­nen ver­däch­tig, und, mei­ne Damen und Her­ren, seht mich einen Sitz­tanz tan­zen, bewun­dert mein Kon­fet­ti, hört mich engel­schor-like sin­gen: Cas­hews und Bana­nen sind unschul­dig! Ich wer­de nicht wei­ter­hin elen­dig dar­ben müs­sen, all die Smoot­hies sind MEINMEINMEIN, und ich kann end­lich wie­der mei­ne gehei­lig­te Früh­stücks­pau­sen­bana­na pel­len.

    999 Fragen (31−40)

    1. Wel­ches Buch hast du zuletzt gele­sen?
      Ste­phen King, Die Are­na. That one was fun, wenn mich auch eini­ge tech­ni­sche Quatsch-Details sehr genervt haben.
    2. War­um hast du die Fri­sur, die du jetzt trägst?
      Weil becau­se I like it.
    3. Bist du von dei­nem Mobil­te­le­fon abhän­gig?
      Ja, schon.
    4. Wie viel Geld hast du auf dei­nem Bank­kon­to?
      Genug, um ein zufrie­de­nes Leben füh­ren zu kön­nen.
    5. In wel­chen Laden gehst du gern?
      Eigent­lich gehe ich gar nicht gern in Läden, bum­meln ist mir ein Graus und die Ein­käu­fe des täg­li­chen Bedarfs über­las­se ich am liebs­ten dem Mann. Aber dm ist ganz ok.
    6. Wel­ches Getränk bestellst du in einer Knei­pe?
      Kölsch-Cola.
    7. Weißt du nor­ma­ler­wei­se, wann es Zeit ist, zu gehen?
      Oh Gott, nein. Hin­ter­her aller­dings weiß ich ziem­lich genau, wann es Zeit gewe­sen wäre – was den Schluss nahe­legt, dass ich es schon weiß, aber irre lang­sam reagie­re.
    8. Wenn du dich selbst­stän­dig machen wür­dest, mit wel­cher Tätig­keit?
      Ich wür­de mich nicht noch­mal selb­stän­dig machen, egal mit wel­cher Tätig­keit.
    9. Willst du immer gewin­nen?
      Nein.
    10. Gehst du in die Kir­che?
      Nein.
  • Tagebuch

    #tgbchblggn: Kontaktdaten, Jägermeister, Little Mut, alkoholfreier Gin

    Kon­takt­da­ten. Mal eben durch die Kon­tak­te gefeu­delt. Von meh­re­ren hun­dert Ein­trä­gen sind gera­de mal 88 übrig geblie­ben, und wenn ich jetzt eine Num­mer brau­che, muss ich weder groß suchen, noch mir einen Wolf scrol­len. Was fehlt: Eine Mög­lich­keit, die eige­ne Num­mer auch auf der Gegen­sei­te zurück­zu­zie­hen.

    Jäger­meis­ter. Nie wie­der.

    Litt­le Mut. Ich war ganz allei­ne auf einer Par­ty, auf der ich abge­se­hen von den Gast­ge­bern nie­man­den wirk­lich näher kann­te – und es hat gar nicht weh­ge­tan. Dan­ke für den tol­len Abend, Johan­nes <3

    Won­der­leaf. [Ach­tung, unbe­auf­trag­te Pro­dukt­wer­bung ahead] Die Rhein­land Distil­lers haben eine alko­hol­freie Gin-Alter­na­ti­ve auf den Markt gebracht und ich bin in Lie­be, nicht nur auf­grund der Nach­we­hen des ver­gan­ge­nen Sams­tags (ähem). Natür­lich »brennt« hier nichts wie bei einem Gin, 1:1-Vergleiche machen herz­lich wenig Sinn, aber Won­der­leaf ist super­aro­ma­tisch und eine ganz wun­der­ba­re Basis für alko­hol­freie Cock­tails. Jetzt schon zum Mit­tag, Bit­ches! Wie groß ist das bit­te.

  • Tagebuch

    #tgbchblggn: Mr. Weinstein Will See You Now, Gewohnheiten, 999 Fragen

    Mr. Wein­stein Will See You Now. Ich wische mir jetzt nicht die Trä­nen weg und las­se das hier so ste­hen. (NSFW, Trig­ger­war­nung.)

    Aman­da Pal­mer & Jas­mi­ne Power – Mr. Wein­stein Will See You Now (Offi­ci­al Video). Mehr dazu im Ms. Maga­zi­ne.

    ***

    Gewohn­hei­ten und unter­bro­che­ne Streaks. Wäh­rend der Yoga­leh­rer­aus­bil­dung habe ich begon­nen, täg­li­ches Am-Ball-Blei­ben wich­tig zu neh­men. Erst war es täg­li­ches Üben von Kör­per­hal­tun­gen, dann kam Medi­ta­ti­on dazu, dann Atem­übun­gen; ich war da über­aus comit­ted und ernst­haft mit mei­ner täg­li­chen Pra­xis. Und das ist ja auch das, was einem aller­orts ver­mit­telt wird, nicht nur im Yoga: Bleib täg­lich am Ball, mach einen habit draus, und es wird Dir gut tun. Was einem aber nie­mand sagt: Wie fuck­ing stres­sig es wer­den kann, wenn die­ser habit klamm­heim­lich am Selbst­wert­zen­trum einer Per­fek­tio­nis­tin andockt. Im Lau­fe der Zeit habe ich glück­li­cher­wei­se gelernt, wann ich auf die Mat­te gehö­re – und wann eben nicht. Kürz­lich habe ich fest­ge­stellt, dass die Spa­nisch-Sache auch nicht davon kaputt­geht, wenn man sie mal einen Tag sein lässt. Und jetzt habe ich auch noch zwei Tage lang Tage­buch­blog­gen Tage­buch­blog­gen sein las­sen. Ich fin­de das alles ganz her­vor­ra­gend.

    999 Fragen an mich selbst (21−30)

    1. Ist es wich­tig für dich, was ande­re von dir den­ken?
      Ja, und zwar viel zu sehr. Aller­dings mache ich davon mei­ne Hand­lun­gen und Aus­sa­gen nicht abhän­gig, zumin­dest nicht mehr. 
    2. Wel­che Tages­zeit magst du am liebs­ten?
      Die Fra­ge ver­ste­he ich nicht. Wenn ich jetzt »mor­gens« sage, was für ein Mor­gen ist denn da gemeint? Ein stil­ler Win­ter­mor­gen etwa mit Frost und Nebel drau­ßen, wäh­rend ich drin­nen ein damp­fen­des Heiß­ge­tränk hal­te? Oder spre­chen wir über einen Som­mer­mor­gen mit Vogel­ge­sang, Licht und Über­schwang? Ist es ein Mon­tag- oder Sams­tag­mor­gen; muss ich arbei­ten oder habe ich frei? Ist nur der Mann in der Nähe oder hus­tet der Nach­bar seit Stun­den tro­cken? Das sind doch viel zu vie­le Varia­blen, wie soll man denn da eine Prä­fe­renz ent­wi­ckeln.
    3. Kannst du gut kochen?
      Manch­mal.
    4. Wel­che Jah­res­zeit ent­spricht dei­nem Typ am ehes­ten?
      Schon wie­der so eine Fra­ge, was genau soll bit­te »mein Typ« sein? Viel­leicht hät­ten wir das mal in einer vor­an­ge­gan­gen Fra­ge klä­ren müs­sen, ich kann so nicht arbei­ten. Glück­li­cher­wei­se gibt es zu die­ser Fra­ge drölf­zig Tests online. Ich habe vier gemacht, mich unter ande­rem mit Sien­na Mil­ler, Tay­lor Swift und Ree­se Witherspoon ver­gli­chen, und bin, wie­der was gelernt: Herbst­typ laut Jolie und Wenz und Früh­lings­typ laut Mäd­chen und Madame.
    5. Wann hast du zuletzt einen Tag lang über­haupt nichts gemacht?
      Ich habe noch nie einen Tag lang über­haupt nichts gemacht, füh­le mich aber von Judith Holo­fer­nes sehr inspi­riert, das ein­mal zu ver­su­chen.
    6. Warst du ein glück­li­ches Kind?
      Oh ja. Auf dem Ein­schu­lungs­fo­to zei­ge ich noch das brei­tes­te, feis­tes­te Grin­sen ever, und ich kann mich gut an das offe­ne, in-mir-selbst-siche­re Gefühl erin­nern, das das In-der-Welt-sein mir gab, so leben­dig, so strah­lend, bereit wie ein Schwamm, alles auf­zu­sau­gen und wie­der abzu­ge­ben. In der zwei­ten Hälf­te der Kind­heit pas­sier­ten dann Din­ge, und von da an lau­tet die Ant­wort: Oh nein. Aber ich habe gut durch­ge­hal­ten.
    7. Kaufst du oft Blu­men?
      Nein.
    8. Wel­chen Traum hast du?
      Dass es der Mensch­heit gelingt, sich zu einer Gesell­schaft wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, die die Inter­es­sen aller Indi­vi­du­en gleich­wer­tig berück­sich­tigt – und zwar unab­hän­gig von den Pri­vi­le­gi­en ein­zel­ner Per­so­nen oder Per­so­nen­grup­pen, äußer­li­chen Merk­ma­len oder der Zuge­hö­rig­keit zu einer bestimm­ten Spe­zi­es.
    9. In wie­vie­len Woh­nun­gen hast du schon gewohnt?
      Acht (dar­un­ter drei selbst­ge­wähl­te).
    10. Wel­ches Las­ter hast du?
      Mit Ein­zahl kom­men wir hier aber nicht weit: Ich flu­che oft und betrin­ke mich gern in Gesell­schaft, rege mich viel zu schnell und viel zu lan­ge auf, nei­ge zu Selbst­be­weih­räu­che­rung, Recht­ha­be­rei und Gna­den­lo­sig­keit, esse mehr als ich brau­che und mir gut tut, bin unge­dul­dig, unnach­gie­big, dreist und scham­los und fin­de häu­fig schlicht kein Ende.


  • Tagebuch

    #tgbchblggn: Herbst, Feminismus, Jadeharn, Knie

    Herbst. Die Gän­se sam­meln sich, die ers­ten Vs zie­hen über die Fel­der, Mor­gen­ne­bel ver­hübscht die Aus­sicht. Nach den schier end­lo­sen sechs Mona­ten Som­mer hat der Herst­an­fang etwas merk­wür­dig sur­rea­les.

    Femi­nis­mus. Mei­ne Lern­kur­ve in Sachen Femi­nis­mus ist seit die­sem Arti­kel nebst der dar­un­ter befind­li­chen Dis­kus­si­on extrem steil ange­stie­gen, und ich dan­ke all den Frau­en von Her­zen, von #Auf­schrei zu #MeToo, für das Tei­len ihrer Geschich­ten und das Erwei­tern mei­nes Hori­zon­tes. Es ist gru­se­lig, wie ich mir in vie­len Punk­ten mei­ne eige­ne Posi­ti­on stark gere­det habe, und ich wür­de den Arti­kel heu­te in so eini­ger Hin­sicht anders schrei­ben.

    Wie ich jetzt dar­auf kom­me, fra­gen Sie? Wegen eines Arti­kels von Evan­na Lynch aus dem Buch »Femi­nists Don’t Wear Pink (and Other Lies)«, der jetzt online erschien und mich an mei­ne eige­ne Hal­tung erin­ner­te – aber glück­li­cher­wei­se kei­ne fünf Jah­re braucht, um zu dem Schluss zu kom­men:

    And to me it’s also what I hope femi­nism can do: give all of us the cou­ra­ge to be our full sel­ves and know that all parts are OK.

    The Irish Times

    Jade­harn befin­det sich nicht in Wor­d­feuds Wör­ter­buch. Ich pran­ge­re das an.

    Knie. Vor exakt fünf Mona­ten hat­te ich einen Fahr­rad­un­fall, und weiß immer noch nicht, ob ich jemals wie­der in eine Jeans stei­gen kann, ohne vor­her einen Chir­ur­gen gese­hen zu haben. Aber der Ortho­pä­de und ich, wir sind für heu­te ganz zufrie­den mit mei­nem Knie­zu­stand und üben uns wei­ter­hin in Geduld. Ich hof­fe nur, mir friert auf dem Weg zur Gesun­dung nichts nen­nens­wer­tes ab.

  • Tagebuch

    #tgbchblggn: Vermissen, Spanisch, Träume

    Ver­mis­sen. Egal wie oft der Mann und ich gan­ze Tage neben­ein­an­der her­le­ben, ohne wirk­lich Schnitt­men­gen zu haben: Wenn er dann wirk­lich mal nicht da ist, fehlt er mir ganz arg. Aber ich mag, dass wir uns gegen­sei­tig sein las­sen kön­nen. Jeder von uns hat sein eige­nes Leben, ist sein eige­ner Mensch, und schafft so Raum für den jeweils ande­ren.

    Spa­nisch. Seit eini­gen Mona­ten ler­ne ich spa­nisch, eigent­lich immer mor­gens. Über den Urlaub ist es schlei­chend immer spä­ter gewor­den – so spät, dass ich bei der Ler­ner­in­ne­rung ges­tern schon geschla­fen und mei­nen Streak von 211 Tagen gebro­chen habe. ¡Mier­da!

    Träu­me aus yogi­scher Sicht. Aus der Man­dukya-Upa­nis­had lässt sich ablei­ten, dass die Träu­me kurz nach dem Ein­schla­fen dazu die­nen, die Erleb­nis­se des Tages zu ver­ar­bei­ten, wohin­ge­gen Träu­me nach den REM-Pha­sen Bot­schaf­ten des Gött­li­chen (in uns selbst) ent­hal­ten. Tat­säch­lich träu­me ich seit Jahr und Tag im Grun­de ein und den sel­ben sehr exis­ten­zi­el­len Shit inten­siv in den Mor­gen­stun­den. Und ich habe auch eine Ahnung, was es mir sagen will.

  • Tagebuch

    #tgbchblggn: Frittierfett, OM City, kretische Küche, 999 Fragen

    Frit­tier­fett. Auf­re­gung im Haus! Zum wie­der­hol­ten Male muss­ten die Fall­roh­re frei­ge­pus­tet wer­den, weil irgend­ei­ne der acht Par­tei­en Essens­res­te und Frit­tier­fett über den Abfluss ent­sorgt. Der mitt­ler­wei­le etwas ent­nerv­te Ver­mie­ter droh­te nun schrift­lich inves­ti­ga­ti­ve Schrit­te an, soll­ten noch­mal Böhn­chen und Gulasch ihren Weg von unten in ande­re Küchen fin­den. Und jetzt raten Sie mal, wer wohl der Arsch ist? Natür­lich der Ver­mie­ter. So ein Ton­fall geht natür­lich gar nicht.

    OM City. Die groß­ar­ti­ge Mini­se­rie über die klei­nen und gro­ßen Absur­di­tä­ten, die Yoga leh­ren­den Men­schen im All­tag begeg­nen, möch­te in die nächs­te Run­de gehen und ver­sucht es mit Kick­star­ter. Sieht lei­der ein wenig mau aus bis­lang. Dabei ist es SO! LUSTIG!

    Think of Others from OM CITY The Series on Vimeo.

    Ouzo und kre­ti­sches Essen. Wir lei­den immer noch sehr unter Urlaubs-Nach­we­hen. Am meis­ten ver­mis­sen wir das ein­fa­che, aber unge­mein gute Essen auf Kre­ta: Fri­sches, grob geschnit­te­nes Gemü­se, ein paar Gewür­ze, Essig, Öl, Oli­ven, fer­tig. Oder Fava! Gigan­tes! Dol­ma! Gut, dass wir ges­tern die Taver­ne Elli­ni­ko gefun­den haben; da gibt es sogar Paxi­ma­di im Kre­ta­sa­lat. Ich hät­te fast geweint vor Glück – bis der Mann mir den Ouzo kaputt­ge­macht hat. Wuss­ten Sie eigent­lich, dass Ouzo nach Lakritz schmeckt? Man­che Din­ge blei­ben bes­ser unver­knüpft.

    Cho­ria­ti­ki in einer Taver­ne nahe des Arka­di-Klos­ters (Kre­ta)

    999 Fragen an mich selbst (11−20)

    1. Bis zu wel­chem Alter hast du an den Weih­nachts­mann geglaubt?
      Ich weiß nicht, ob ich über­haupt an den Weih­nachts­mann geglaubt habe; bei uns kam das Christ­kind. Ich muss vier oder fünf gewe­sen sein, als ich dahin­ter­stieg. Ich fand das so uner­hört, dass ich auch ande­re Kin­der groß­mü­tig auf­klär­te. Kam nicht so gut an.
    2. Was möch­test du dir unbe­dingt irgend­wann ein­mal kau­fen?
      Nichts.
    3. Wel­che Cha­rak­ter­ei­gen­schaft hät­test du ger­ne?
      Och. Ich den­ke, ich hab alles, was ich brau­che.
    4. Was ist dei­ne Lieb­lings­sen­dung im Fern­se­hen?
      Ich sehe nicht mehr klas­sisch fern.
    5. Wann bist du zuletzt in einem Ver­gnü­gungs­park gewe­sen?
      Im Sep­tem­ber 2016, und zwar im Phan­ta­sia­land. Das ist viel zu lan­ge her, ich bin immer noch nicht Taron gefah­ren!
    6. Wie alt möch­test du gern wer­den?
      Hun­dert.
    7. An wel­chen Urlaub denkst du mit Weh­mut zurück?
      An jeden, in den das Meer invol­viert war. 
    8. Wie fühlt sich Lie­bes­kum­mer für dich an?
      Als wür­de sich glei­ßend rohe, wun­de Nackt­heit lang­sam in grau­em Treib­sand erträn­ken.
    9. Hät­test du lie­ber einen ande­ren Namen?
      Hihi. Auf kei­nen Fall.
    10. Bei wel­cher Gele­gen­heit hast du an dir selbst gezwei­felt?
      Als ich kürz­lich fast abge­schleppt wur­de. Ich war zeit­lich knapp dran und habe mich dazu hin­rei­ßen las­sen, Rüs­sel-an-Schwanz ande­ren hin­ter­her­zu­ren­nen, anstatt die (Park-) Situa­ti­on selbst zu erfas­sen. Teu­res, aber lei­der auch ver­dien­tes Lehr­geld.