Tagebuch

Wochenrückblick vom 08. bis 13. Januar

Meine Damen und Herren, hier ist was los. Es ist so unglaublich viel passiert, dass an klassisches Tagebuchbloggen noch nicht einmal zu denken war. Und dabei regnete es beiweitem nicht ausnahmslos Glitter und Zuckerguss auf mein Haupt. Aber seien Sie unbesorgt: Sie müssen da jetzt nicht nochmal mit mir durch. Heute beschränken wir uns auf die guten Dinge, die mir letzte Woche widerfahren sind.

Am Dienstag begab ich mich zur Mammasonografie zwecks Verlaufskontrolle. Im Spätsommer letzten Jahres hatte ich einen Knoten in der Brust entdeckt, der da so vorher nicht war und für mein Verständnis auch nicht dahin gehörte. Das sah meine Gynäkologin genauso, weshalb sie mir noch am selben Tag einen Termin in einer Radiologie verschaffte. Lassen Sie mich an dieser Stelle abkürzen: Es ist alles in Ordnung mit den ollen Hupen, und ich bin den involvierten Ärztinnen und Ärzten sehr dankbar, die sich durchweg fürsorglich gaben und sofort zur Stelle waren.

Am Mittwoch ging es in eine neue Runde mit meinen beiden Mittwochs-Yogakursen, und das war gut so, denn die kurslose Zeit ist mir seit Weihnachten sehr lang geworden. Der Mittelstufenkurs wird sich diesmal binnen acht Wochen von unten nach oben durch die Chakren arbeiten, und da der Anfängerkurs direkt danach stattfindet, wird er wohl zwangsläufig auch etwas davon abbekommen, hihi. Ich werde übrigens jedesmal aufs neue fast verrückt vor Glück, all diese Menschen auf ihrem Weg über die Matte und damit ein stückweit durchs Leben begleiten zu dürfen.

Der Donnerstag war in arbeitstechnischer Hinsicht sehr befriedigend (huhu, Christian!) und endete mit einem Date mit einer Kollegin. Das ist insofern ungewöhnlich, da ich mich normalerweise nicht mit Kollegen verabrede. Verstehen Sie mich nicht falsch: Es ist nicht so, dass ich mich dieser Idee verweigere, es passiert normalerweise halt nur einfach nicht. Irgendwie ist Dienst halt Dienst und Schnaps halt Schnaps. Aber dieses Date war einfach fällig und gestaltete sich so derart angenehm, dass ich mit Fug und Recht behaupten kann, einen schönen Abend gehabt zu haben. Danke J., ich werde Dich echt vermissen.

Freitag war Einhorntag, denn: Ich war beim Friseur und habe endlich wieder die Haare bunt. Diesmal mit sehr dezenten, unter blondem Deckhaar verborgenen Strähnen in türkis, altrosa und violett. Ich habe Ihnen da oben ein Bild angepinnt, damit Sie sich eins machen können. Meine Friseurin war ungemein skeptisch ob meiner Farbwahl, quietschte aber dann doch mit mir vor Glück. Das Ergebnis gefällt mir so gut, dass ich in Erwägung ziehe, das nächste Mal nicht nur semipermanent rumzutönen, sondern knallhart zu färben. Zur Feier des Tages führte der Mann mich und mein Haar in die Kaiserhüttn aus, es gab Bratkartoffeln und Pfannkuchen, und ich trug noch bis zum Einschlafen das dazu passende Gesicht spazieren.

Am Samstag fuhr ich durch den Regen, hinein in die Eifel, zu einer der beiden Melanies in meinem Leben, um Monopoly zu spielen. Ganze drei Partien haben wir geschafft, uns amtlich arschgelacht und in Spielgeld gebadet. Na gut, vielleicht haben wir auch ein bisschen was gegessen. Und getrunken. Und geredet. Haben Sie gewusst, wie wundervoll es ist, einen Menschen zu haben, vor dem man sich nicht nur bis in die Morgenstunden seelisch komplett nackig, sondern auch anhaltend zum Affen machen kann?

Sonntag ging es nach einem ausgiebigen Frühstück wieder auf die Straße, erneut durch den Regen, zurück ins Rheinland und in die Arme des Mannes. Es war sehr schön da, und ich fühlte mich umgehend dazu inspiriert, allen etwaigen Pflichten ermattet zuzunicken und sie auf morgen zu vertrösten. Für den Rest des Tages steckte ich meinen Körper unter eine Decke und meine Nase in ein Buch, und das ist im Grunde alles, was man für ein gutes Leben zu tun hat.

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