Tagebuch

#tgbchblggn: Regen, 999 Fragen

Regen. Viel über die Selbst­ver­ständ­lich­keit nach­ge­dacht, mit der ich Regen bis­her begeg­net bin. »Einen Regen­tanz auf­zu­füh­ren« hielt ich ins­ge­heim immer für eine irgend­wie nied­li­che Ritus­an­ge­le­gen­heit für »Natur­völ­ker«; mir war kraft mei­nes bla­sier­ten Nord­west­eu­ro­pä­er­tums ein­fach nicht klar, was es bedeu­tet, wenn der Regen aus­bleibt. (Hier fol­gen­de Erkennt­nis: Ich bin wie ein klei­nes Kind, das ver­steht, dass Men­schen ster­ben müs­sen, sich selbst aber trotz­dem für unsterb­lich hält.) Jetzt bekom­me ich so lang­sam eine Idee.

Jeden­falls: Regen! Heu­te Nacht hat es satt gestürmt, rich­tig abge­kühlt und das ers­te Mal nen­nens­wert gereg­net; die Luft riecht so herr­lich wür­zig und rein­ge­wa­schen zugleich. Und auch wenn mei­ne per­sön­li­che Wohl­fühl­tem­pe­ra­tur erst bei 25 Grad beginnt: Ich bin erleich­tert, end­lich etwas schlot­tern zu dür­fen. Alles ande­re ist ein­fach nicht rich­tig.

999 Fragen (41−50)

  1. Trennst du dei­nen Müll?
    Ja und nein. Papier und Recy­c­le­ba­res tren­ne ich SEHR kon­se­quent; Bio- und Rest­müll hin­ge­gen nicht. Sie fra­gen sich, wie so eine Öko­sch­nat­ze wie ich der­ar­tig fre­vel­haf­tes Ver­hal­ten an den Tag legen kann? Weil mei­ne wer­ten Nach­barn allen mög­li­chen Scheiß im Bio­müll ent­sor­gen. Vom Aschen­be­cher­in­halt über Bat­te­ri­en bis hin zu Alt­me­di­ka­men­ten kann man alles regel­mä­ßig aus den Bio­ton­nen fischen, und nach­dem ich red­lich acht Jah­re oder so mit gutem Bei­spiel vor­an­ge­gan­gen bin und sogar die Alukläm­mer­chen von Tee­beu­teln getrennt habe, habe ich auf­ge­ge­ben. (Alukläm­mer­chen wan­dern natür­lich immer noch in den gel­ben Sack.)
  2. Warst du gut in der Schu­le?
     Nein. Zumin­dest wäh­rend der maß­geb­li­chen Schul­jah­re nicht.
  3. Wie lan­ge stehst du nor­ma­ler­wei­se unter der Dusche?
     Zwi­schen fünf und zwan­zig Minu­ten, und ich genie­ße jede ein­zel­ne davon.
  4. Glaubst du, dass es außer­ir­di­sches Leben gibt?
    Natür­lich. Hat sich jemand mal ange­schaut, wie rie­sig allei­ne unse­re Gala­xie ist? Und wie vie­le Gala­xi­en es gibt? Wenn die Erde der ein­zi­ge Pla­net ist, der in der habi­ta­blen Zone einer Son­ne kreist, fres­se ich einen Besen. Wenn ich von einem über­zeugt bin, dann davon, dass das Leben über­all ist.
  5. Um wie viel Uhr stehst du in der Regel auf?
     Um sie­ben Uhr, aber ich wer­de viel­mehr auf­ge­stan­den. (Hal­lo, Mann! <3)
  6. Fei­erst du immer dei­nen Geburts­tag?
    Nein.
  7. Wie oft am Tag bist du auf Face­book?
    Immer mal wie­der zwi­schen­durch, wie oft könn­te ich gar nicht sagen.
  8. Wel­chen Raum in dei­ner Woh­nung magst du am liebs­ten?
    Das Wohn­zim­mer. Wenn es noch etwas grö­ßer wäre, und mei­ne Yoga­mat­te hier ihren fes­ten Platz hät­te, wäre es per­fekt.
  9. Wann hast du zuletzt einen Hund (oder ein ande­res Tier) gestrei­chelt?
    Hund wüss­te ich jetzt tat­säch­lich nicht, aber vor­letz­te Sams­tag­nacht kraul­te ich B., einen Kater­katz, sehr aus­gie­big.
  10. Was kannst du rich­tig gut?
    Klug­schei­ßen.