Ich bin zu gut für diesen Job. Ich kann einfach keinem Menschen ans Bein pissen, ohne fürchterlich darunter zu leiden – obwohl er jedes Anstrullern der Welt verdient hätte, oder gar herausgefordert hat. Aktuell treibt mich um, dass ich mit einem Geschäftsführer eines Wald-und-Wiesenhosters telefonieren musste, dessen (ab heute leider urlaubender, also noch nicht mal anwesender) Mitarbeiter derart Mist gebaut hat, dass es mich den Gegenwert ganzer 4 Entwicklerstunden gekostet hätte, wäre ich nicht zufällig mit den tollsten Wasmitwebmachern befreundet, die es überhaupt gibt.
Ich laufe also stundenlang vor Wände, ich telefoniere verhältnismäßig freundlich, beweise Langmut – der enttäuscht wird – ärgere mich wieder, verliere Zeit, Nerven und den Spaß am Job, nur um mir von einem mies gelaunten Geschäftsführer Sätze wie Sowas kann ja mal passieren, also da seh ich uns jetzt nicht so in der Schuld.
und Wenn Sie wüssten was für Anforderungen diese Agenturen immer stellen, das wird eh immer schlimmer!
vor die Füße kotzen zu lassen.
Und was mach ich? Ich, diese Agentur? Ich kuschel mich fest an meine krankhaft harmoniesüchtige Natur und fühle mich schlecht. Fühle mich schlecht, weil ich mit dem Finger auf jemanden gezeigt und Der da wars
gesagt hab. Weil ich petzen gegangen bin.
Ich hab ’se doch nicht mehr alle.