Wow, die Bücherartikel erfreuen sich ja einer geradezu unfassbaren Beliebtheit! Die Zugriffszahlen erinnern mich an damals, 2005, als ich nur für den großen Blobb und 1, 2 Zufallsgestrandete schrieb. Ein gar liebliches Stück Erinnerung.
Zu dieser Zeit war ich noch in der Lage, einen Satz zu denken, ihn niederzulegen und mit dem nächsten fortzufahren, wohingegen ich heute einen halben Satz denke und während des Tippens schon darüber nachdenke, ob es ein guter Satz ist, oder ob da nicht vielleicht noch ein besserer …? Woraufhin ich wieder von vorne beginnen und den Gedanken neu aufrollen muss, ohne ihn vorher überhaupt einmal vollständig abgewickelt zu haben. Am Ende lösche ich dann alles, weil es aussieht wie ein zerrupftes Wollknäuel. Leere Eingabemaske, Sie kennen das. Dann lasse ich die Mundwinkel hängen und das Schreiben Schreiben sein. Ja, so sieht es hier aus, dieser Tage. Und deshalb ist es gut, mich daran zu erinnern, dass ich früher einmal für mich schrieb, und es noch keine Rolle spielte, ob das Ergebnis irgendwie gut war.
Ich könnte ja in Zukunft einfach meine Artikel als Buchbesprechung tarnen.
Vielleicht habe ich dann auch keine Angst mehr, jemand könnte das, was ich schreibe, tatsächlich lesen.