
Kinder, nein, was ist es herrlich zurzeit! Es gäbe so viel zu erzählen, zum Beispiel von der lustigen Telekom, bei der wir seit über 5 Wochen versuchen, ein simples Doku-Paket zu unserem bestehenden Entertain-Paket hinzu zu buchen, was aber nicht geht, und zwar wegen [weißniemandsogenau]. Oder davon, dass ich es wirklich leid bin, dass mir irgend so eine arme Wurst ständig meinen Kommentarbereich zukackt. Oder auch davon, dass erst mein Arbeitsrechner crashte und nur knapp einen Monat später die dazugehörige Festplatte abrauchte, aber – und jetzt kommen wir zu dem wichtigen Punkt: Ich habe keine Lust.
Ich bin ein dermaßen zufriedener kleiner Scheißer, dass mir jeder gute Rant durch die Finger suppt. Pittoreske Melancholie liegt mir derzeit genauso wenig wie die niveauvoll-distanzierte Betrachtung zwischenmenschlicher Nickeligkeiten. Und für politisches Engagement ist’s mir einfach zu warm ums Herz (was ich durchaus auch der mühsam erlernten Fähigkeit verdanke, meine Augen selektiv vor den Geschehnissen der Welt zu verschließen).
Aber hier, apropos warmes Herz: Das allein macht keine warmen Füße, und daher habe ich soeben alle Heizungen dieser Wohnung bemühen müssen. Sie ächzen und gluckern und riechen herrlich nach verbranntem Staub, was mir so ein lustiges Comic-Wölkchen über dem Kopf macht, in dem meine Oma (man sagt wohl: Gott hab sie selig) sitzt und mahnend den Zeigefinger hebt. Ich staube natürlich trotzdem nicht ab.