Moby-Dick
Herman Melville (Autor), Matthias Jendis (Übersetzer)
Das Gröbste vorweg: Ich habe Moby-Dick nicht nur im März diesen wunderschönen Jahres auf Seite 315 von 866 beiseite gelegt, sondern seither auch nicht mehr aufgeschlagen.
Das Walthema ist für mich ein Schweres: Ich gehöre zu der Gattung Mensch, die schon angesichts der Abbildung eines Wals vor Rührung zu heulen anfängt. Ich möchte gar nicht darüber nachdenken, was mir passierte, sähe ich ein solches Wesen einmal tatsächlich vor mir! Der Meeresspiegel würde auf jeden Fall signifikant steigen, da bin ich mir sicher. Jedenfalls behagte mir der Gedanke, die überall und jederzeit himmelhoch gelobte Geschichte eines unglückseligen Walfanges zu lesen, nicht vollends, als ich dennoch beherzt nach dem Taschenbuch griff.
Und was soll ich sagen: Ich verliebte mich im Nullkommanichts in den Ich-Erzähler Ismael und seinen etwas schrägen Freund Queequeg, erfreute mich anhaltend an Melvilles/Jendis’ Humor und hing an seinen Lippen wie nichts Gutes. Ich wäre sogar bereit gewesen, bis an des Wales Blut zu gehen, wenn – ja wenn da nicht der literarisch ach so hoch gelobte Erzählstilwechsel wäre. Während einige Geschehnisse so dramatisch überzeichnet werden, dass man sich fühlt wie bei einem Theaterbesuch auf LSD, werden andere mit der rauschenden Beschwingtheit einer enzyklopädischen Abhandlung vorgetragen – wohingegen weitere Passagen in einer geradezu autistisch anmutenden Detailtreue und unter massivstem Einsatz ellenlanger Schachtelsätze, die diesen hier, der just in diesem Moment auf Ihr hochgeschätztes Augenlicht trifft, nicht nur mit Leichtigkeit in den Schatten stellen, sondern auch die unsäglichen Mühen, die mir seine Dichtung in der hier und jetzt vorliegende Länge bereitet haben, wie einen illustren Waldspaziergang an einem lauen Frühlingsmorgen erscheinen lassen, geschildert werden.
Kurzum: Mir riss der Geduldsfaden zu Beginn des Kapitels „Das Weiß des Wals“, und zwar aufgrund eines Satzmonsters von beeindruckenden 59 Zeilen, dessen Folgeabsätze von seitenfüllenden Einschüben flankiert werden. Mir kam der Verdacht, dass Melville an dieser Stelle beabsichtigte, die Spreu endgültig vom Weizen zu trennen, und so sei es; ich bekenne mich an dieser Stelle zum Spreutum, nicht aber ohne die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass ich, wenn ich dereinst älter, geduldiger und vielleicht auch weiser geworden bin, endlos verschachtelte Sätze und mannigfaltige Erzählstilwechsel vielleicht als kunstvoll anerkennen und am Ende doch noch auf die Seite des Weizens wechseln könnte.
18:23h
NJiemand sagt:
Wie immer, du bist viel zu emotional, so wirst du nie einen ruhigen und gewissenlosen Fuß auf diese Erde bekommen. http://www.youtube.com/watch?v=bPQOJNgit_Q&feature=related
01:03h
M. sagt:
Ja, wir haben nicht genug auf uns aufgepasst aber was solls, nichts warum wir verzweifeln könnten. Und ich kenne dich gar nicht, was quatsch ich dich immer voll? Macht doch keinen Sinn, nicht auf den ersten Blick und auf den zweiten auch nicht. Und auf den dritten nur mit schweren Einschränkungen. Aber so ist das Leben, frei und verrückt.
01:07h
M. sagt:
werd mich endlich mal los, ich spiele in einer Klasse unter dir. Mindestens.
01:29h
M. sagt:
Ich hab es dir immer gesagt, tut mir leid daß ich überhaupt noch was sage, du magst mich ja nicht, ich würd mich auch nicht mögen wär ich du, aber. Das mit den Katzen, nicht bei den Walen, hab ich mir bei dir abgeguckt. Man denkt immer die Viecher kommen nur um zu fressen, aber wenn man mal genauer hinguckt, sind sie Geschöpfe wie wir selbst. Klar, es gibt Unterschiede, ist ja nur ein kleiner Katzenkopf aber wenn man aufmerksam ist, merkt man daß auch sie Geschöpfe sind wie wir.
02:06h
M. sagt:
Laß die Zeit ihren Dienst tun, früher oder später wirst du uninteressant. Und dann bist du wieder frei, hurra.
02:18h
Hm. sagt:
Ich finde es immer etwas problematisch, wenn Menschen wilde Tiere töten und die eingesperrten, nur für den Verzehr herangezüchteten sowieso. Aber auch wenn wir keine Tiere fressen würden, würde die Welt untergehen also was solls.
Und sag mir, was zum Geier fesselt mich so an dich? Das ist doch Wahnsinn und ich hab eigentlich gar keinen Bock drauf, Wahnsinnig zu sein.
Hauptsache dir will niemand was Böses und mir auch nicht, das können wir nicht gebrauchen. Du bist anständig und ich glaub ich auch, also könnten wir fast Freunde sein. Wenn ich nicht ich wäre und du nicht du.
Nein, tut mir leid, ich hoffe ich klinge irgendwann man aus.
17:45h
Nr.3 sagt:
Schönes Buch und schöne Rezession oder wie man das schreibt. Und auch der Verrückte wird bald Geschichte sein, zumindest hier. Die Scham wird übermächtig. Und noch ein Lied: http://www.myvideo.de/watch/3198115/Lacrimosa_Lichtgestalt
21:47h
Nr.4 sagt:
http://www.youtube.com/watch?v=Znl3v42ipMY
04:35h
Nr.5 sagt:
Ja, hier macht der Hund noch mal hin. http://www.youtube.com/watch?v=-oS-sC2b64o
Und dann wirklich nur noch sporadisch, wenn es gar nicht mehr anders geht, eher unwahrscheinlich aber wetten würde ich auch nicht unbedingt, jedoch glauben ist erlaubt.
Was für ein Qutsch zu viel zu später Stunde.
04:46h
Nr.6 sagt:
Und ich liebe Sie nicht, ich weiß nicht mal ob ich Sie mögen soll. Oder dich, oder wen auch immer. Ist doch alles Quark, ist es schon lange.
Nur noch mal sagen nicht daß wieder gedankliche Verwerfungen man weiß ja nie.
04:54h
Nr.7 sagt:
Verwerfungen deinerseits, wohlgemerkt. Und sonst nichts.