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    <title>Huch! Da ist ja Herbst an meinem Feldrand.</title>
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    <author>serotonic</author>
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    <pubDate>Wed, 01 Sep 2010 09:46:00 +0200</pubDate>
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    <title>Happa!</title>
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&lt;p class=&quot;intro&quot;&gt;
Was Sie hier sehen, meine Damen und Herren, sind Teile von Hope, die sich eng an mir persönlich unbekanntes Gemüse schmiegen. Sie fragen sich nun zurecht: Wer ist diese Hope, dass sie hier so zerstückelt auf einem Teller herumliegen muss? Und gar nicht so unzufällig bin ich in der glücklichen Lage, diese Frage überaus kompetent beantworten zu können:
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Bevor Hope Hope hieß, war sie ein schlaffer Trieb von gerade mal 2 Zentimetern hellgrüner Länge bei nicht nennenswerter Breite und hatte als einzige ihrer Art den Winter auf den seroposchistischen Außenanlagen überlebt, was mir irgendwie tapfer vorkam. So schenkte ich ihr einen eigenen Topf, woraufhin der Mann sie mit einem eigenen Namen bedachte. Derart reichtlich ausgestattet, ist Hope zu einer prächtigen, glatten Petersilienpflanze herangewachsen, weshalb es heute an der Zeit war, von ihr zu kosten, und – was soll ich sagen: Sie schmeckt hervorragend.
&lt;/p&gt; 
    
    &lt;a href=&quot;http://serotonic.de/Happa!-131.html#konversation&quot; title=&quot;Artikel aufrufen und flattrn&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://api.flattr.com/button/button-static-50x60.png&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
    
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    <pubDate>Thu, 12 Aug 2010 14:41:00 +0200</pubDate>
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    <title>Einhörner für den Weltfrieden</title>
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            <category>Wandeln in Müßiggang</category>
    
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    <author>serotonic</author>
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    &lt;p&gt;Hier, liebe Kinder, &lt;a href=&quot;http://www.stijlroyal.de/blogroyal/huckbook/einhoerner-fuer-den-weltfrieden&quot;&gt;EINHÖRNER ZEICHNEN&lt;/a&gt;! (Oder kleben oder sticken oder backen oder oder oder; ich sehe Einhörnerbroschen aus FIMO, Einhörnersandburgen, ach, Einhörner tanzen geht bestimmt auch! Bis zum 08. August 2010.) &lt;/p&gt;

&lt;div class=&quot;candy&quot;&gt;
&lt;!-- s9ymdb:64 --&gt;&lt;img width=&quot;600&quot; height=&quot;257&quot;  src=&quot;http://serotonic.de/uploads/muessiggang/20100805_Einhorn.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;
&lt;p class=&quot;bu&quot;&gt;
Mein Einhorn für &lt;a href=&quot;http://twitter.com/Nilzenburger&quot;&gt;@nilzenburger&lt;/a&gt; und den &lt;a href=&quot;http://www.qlod.org/weltfrieden/&quot;&gt;Weltfrieden&lt;/a&gt; heißt Richard und ist aus feinstofflichem Knetradiergummi. 
&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;

&lt;p class=&quot;brackets&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=sqJh_uMAYIo&quot;&gt;Soundtrack&lt;/a&gt;, eingereicht von &lt;a href=&quot;http://derbe.blogger.de/&quot;&gt;Lu&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt; 
    
    &lt;a href=&quot;http://serotonic.de/Einhoerner-fuer-den-Weltfrieden-130.html#konversation&quot; title=&quot;Artikel aufrufen und flattrn&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://api.flattr.com/button/button-static-50x60.png&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
    
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    <pubDate>Thu, 05 Aug 2010 09:45:00 +0200</pubDate>
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    <title>Serien 2010 (II – Serienende-Edition)</title>
    <link>http://serotonic.de/Serien-2010-II-Serienende-Edition-129.html</link>
            <category>Konsum und Kurzweil</category>
    
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    <author>serotonic</author>
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    &lt;p class=&quot;intro&quot;&gt;
Teil 2 des großen &lt;a href=&quot;http://serotonic.de/Serien-2010-I-128.html&quot;&gt;Serien-Rundumschlags&lt;/a&gt;. Ich habe die abgeschlossenen Kapitel zusammengerottet, damit sie nicht so allein sind unter denen, die noch Zukunft haben. &lt;span class=&quot;brackets&quot;&gt;Gleichwohl ich mich mit konkreten Inhalten bewusst zurückhalte: &lt;strong&gt;Spoiler Alert!&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&quot;terminator&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.imdb.com/title/tt0851851/&quot;&gt;Terminator: The Sarah Connor Chronicles&lt;/a&gt;  – Staffel 2&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9734;&amp;#9734;&amp;#9734;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tja. Was für eine grandiose Serie das hätte werden können, wenn man nicht erst versucht hätte, die Actiondichte eines Kinofilmes über eine ganze Serie zu ziehen. Man spürt in der zweiten Staffel ganz deutlich den Moment, an dem dieses Vorhaben aufgegeben wird und die Autoren Gelegenheit bekommen, die Charaktere zu auszubauen und in ein echtes Storygeflecht einzubinden. Leider kam diese Entwicklung wohl zu spät für die entnervten Zuschauer und die damit verbundene schlechte Einschaltquote. Nichtsdestotrotz eine Serie, die ich unglaublich gern geguckt habe – schon alleine wegen der fantastischen &lt;a href=&quot;http://www.imdb.com/name/nm1132359/&quot;&gt;Summer Glau&lt;/a&gt;, bei deren Anblick ich mir eh immer auf die Unterlippe beißen muss.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;&lt;a href=&quot;http://www.imdb.com/title/tt1441135/&quot;&gt;FlashForward&lt;/a&gt; – Staffel 1&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9734;&amp;#9734;&amp;#9734;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als wir den Piloten von FlashForward sahen, waren wir ernsthaft davon überzeugt, hier die ersten Folgen der nächsten großen Serie zu sehen. Riesiges Potential, Plotmöglichkeiten über gleich mehrere Staffeln, vielversprechende Besetzung – ich war beeindruckt. Bis ich die ersten regulären Folgen sah, die leider so abgrundtief langweilig sind, dass wir mit jeder Folge ausstiegsgefährdeter wurden. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
So dreht sich die gesamte Serie nach dem Schlüsselereignis – einem Blackout, in dem die gesamte Menschheit für 2 Minuten und 17 Sekunden das Bewusstsein verliert und währenddessen einen Ausschnitt der eigenen Zukunft sieht – nur um eine Gruppe von Ermittlern beim FBI, während sich die Welt offensichtlich ganz normal weiterdreht. Die wirklich interessanten Aspekte (Was macht so ein globales Ereignis inkl. Millionen von Toten mit den Menschen? Wie verändert der Ausblick auf die Zukunft unser Leben im Heute?) bleiben ziemlich großräumig unbeleuchtet. Ab Folge 15 aber wendet sich das Blatt: Die Autoren weben das Netz breiter, werden globaler, denken größer – und plötzlich funktioniert die Serie, bis hin zu einem wirklich guten Staffelfinale mit vielversprechenden Cliffhängern. Trotzdem wurde FlashForward abgesetzt, was ich sehr bedauerlich finde. Die Serie hätte eine zweite Chance durchaus verdient.
&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;&lt;a href=&quot;http://www.imdb.com/title/tt0108757/&quot;&gt;ER&lt;/a&gt; – Staffel 15&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9734;&amp;#9734;&amp;#9734;&amp;#9734;&amp;#9734;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ach, ER. Was man dir in den letzten Staffeln angetan hat … das war nun wirklich nicht mehr feierlich. Ich liebe Soaps, keine Frage – aber dass ER zu einer gemacht wurde, das, &lt;em&gt;nun ja,&lt;/em&gt; widerspricht nun mal all dem, was ER ursprünglich war. Nämlich eine in menschlicher, filmischer und erzählerischer Dramatik hochklassige Serie. Die letzte Folge der Serie, die dem entsprach, war eindeutig S11E06, &lt;a href=&quot;http://www.imdb.com/title/tt0568140/&quot;&gt;Time of Death&lt;/a&gt;, in der &lt;a href=&quot;http://www.imdb.com/name/nm0000501/&quot;&gt;Ray Liotta&lt;/a&gt; den sterbenden Charlie Metcalf spielt. Hat mir den Atem geraubt, ernsthaft. Danach ab und zu noch ein kleines Heuli, aber insgesamt gesehen nur noch Talfahrt. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
ER war meine große Serienliebe, mehr als die Hälfte meines Lebens haben wir geteilt. Das Serienfinale hat sich so angefühlt, als würde ein guter Freund gehen. Aber doch: Ich bin froh, dass es jetzt vorbei ist, dass meinem Freund ein weiteres Dasein in Kurzweiligkeit erspart blieb. Und mit dem Ende an sich bin ich auch ganz glücklich. Denn auch wenn ich Rotz und Wasser geheult habe: Es ist schön zu wissen, dass sie alle weiterwuseln, da in diesem Krankenhaus, in dem auch ich zu Hause war, irgendwie.
&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;&lt;a href=&quot;http://www.imdb.com/title/tt0411008/&quot;&gt;LOST&lt;/a&gt; – Staffel 6&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9734;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Über das Ende von LOST aus inhaltlicher Sicht schreiben: Kann man machen, muss man glücklicherweise nicht. Fest steht, dass das Ende von LOST die bisherigen Spitzenreiter Friends und ER vom Thron gestoßen hat, was die vergossene Tränenmenge angeht. Ich glaube, ich habe die letzten beiden Folgen einfach komplett durchgeheult, weil mir das alles so schrecklich nah ging. Und weil es sich richtig anfühlt, wie alles zu Ende geht. Weil der Bauch zufrieden ist, obwohl der Kopf eigentlich beleidigt „Hömma Schnecke, lass dich mal nicht verarschen. Was ist denn nun mit all deinen Fragen?“ flüstert. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Eigentlich ist mir erst durch das Ende klar geworden, wie sehr ich die Insel und alle Gestrandeten mochte. Und mit ihnen all die ungewöhnlichen Dialoge, feinsinnigen Metaphern und existenziellen Fragen. Ich werde LOST vermissen. Ganz arg sogar.
&lt;/p&gt; 
    
    &lt;a href=&quot;http://serotonic.de/Serien-2010-II-Serienende-Edition-129.html#konversation&quot; title=&quot;Artikel aufrufen und flattrn&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://api.flattr.com/button/button-static-50x60.png&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
    
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    <pubDate>Wed, 04 Aug 2010 15:15:00 +0200</pubDate>
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    <title>Serien 2010 (I)</title>
    <link>http://serotonic.de/Serien-2010-I-128.html</link>
            <category>Konsum und Kurzweil</category>
    
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    <author>serotonic</author>
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    &lt;p class=&quot;intro&quot;&gt;
Hier, wir haben uns ja lange nicht mehr über Serien unterhalten. Das geht ja so nicht. Dieses Blog muss doch 1:1 mein Leben spiegeln, wo kämen wir denn sonst hin. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Serien sind sozusagen der Kern meines medialen Konsumverhaltens. Sie bestreiten rund 70% dessen, was mir so in die Flimmerkiste kommt. Weitere 5% entfallen auf Dokus, 15% auf Filme, und die letzten 10% wären dann wohl übliches Free-TV, wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob die 10% nicht doch ein wenig hoch gegriffen sind, weil ich’s doch einfach nicht ertrage, mich ständig von hirnzersetzender Werbung anblöken lassen zu müssen. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Serien also. &lt;span class=&quot;brackets&quot;&gt;Ab hier gilt übrigens, gleichwohl ich mich mit konkreten Inhalten bewusst zurückhalte, &lt;strong&gt;Spoiler Alert&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;.
&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;&lt;a href=&quot;http://www.imdb.com/title/tt0412175/&quot;&gt;Medium&lt;/a&gt; – Staffel 5&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9734;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie in den ersten 4 Staffeln hält das Medium Allison den einen oder anderen Plausch mit Toten, um die Verbrechen aufzuklären, die an ihnen begangen wurden. Da hat sich nix geändert – und das muss es auch nicht. Ich würde mir höchstens wünschen, dass es wieder ein bisschen häufiger im Nacken kribbelt; die ersten 2 Staffeln waren imho deutlich gruseliger. Ich wage übrigens zu behaupten, dass Patricia Arquette als Allison DuBois zu den reizendsten Dingen gehört, die man sich derzeit in Bewegtbild angucken kann. Von der restlichen Familie ganz zu schweigen. 
&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;note intro brackets&quot;&gt;
Ich finde es im Übrigen großartig, dass sich Frau Arquette nicht aufs Knochengerüst runterhungert, wie es derzeit alle tun und wie es sicherlich auch von ihr verlangt wurde. Weniger großartig ist, dass der erste Vorschlag, so man ihren Namen googelt, „patricia arquette gewicht“ lautet, ich mein, ARGH!
&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;&lt;a href=&quot;http://www.imdb.com/title/tt0773262/&quot;&gt;Dexter&lt;/a&gt;  – Staffel 3&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9734;&amp;#9734;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Michael C. Hall als Serienkiller im Forensikerpelz funktioniert immer noch ganz wunderbar für mich und meinen Hormonhaushalt. Zwar ging mir das ganze Freundschafts-Gedudel in der Staffelmitte so ziemlich auf den Sack, aber dafür hat man ja ein angemessenes Staffelfinale. Insgesamt scheint die Serie jedoch einen immer seichteren Ton anzuschlagen; ich habe leise Befürchtungen, dass mir das in Staffel 4 zu bunt werden könnte. Aber ich freue mich trotzdem schon wie Bolle wieder auf &lt;a href=&quot;http://www.d-kitchen.com/projects/dexter-main-title&quot;&gt;den Vorspann&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;&lt;a href=&quot;http://www.imdb.com/title/tt1219024/&quot;&gt;Castle&lt;/a&gt;  – Staffel 1&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9734;&amp;#9734;&amp;#9734;&amp;#9734;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wo ich &lt;a href=&quot;http://serotonic.de/Serien-2010-II-Serienende-Edition-129.html#terminator&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; grad bei Summer Glau bin: Was ich mich darüber freue, &lt;a href=&quot;http://www.imdb.com/name/nm0277213/&quot;&gt;Nathan Fillion&lt;/a&gt; wieder zu sehen! Nach &lt;a href=&quot;http://www.imdb.com/title/tt0303461/&quot;&gt;Firefly&lt;/a&gt; habe ich ihm ja alle guten Rollen dieser Welt gewünscht, und die Rolle des Kriminalromanautor-und-jetzt-auch-Polizeiberaters Castle ist ihm absolut auf den Leib geschnitten. Leider hinkt die Serie für mich an zu vielen anderen Stellen, sie ist wirklich ganz nett, aber mehr halt auch nun mal nicht. An viel zu vielen Stellen kann man ihr bis aufs Konstrukt sehen: So ist der Rotton, der in der Bildsprache eine eigene, stille Rolle hat, so plakativ, dass er mich von der Handlung ablenkt, die Muster der Ermittlungsfälle sind zu konstruiert, die Dialoge zu vorhersehbar.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;note intro brackets&quot;&gt;
Wir haben Castle zwischen zwei Staffeln &lt;a href=&quot;http://www.imdb.com/title/tt1196946/&quot;&gt;The Mentalist&lt;/a&gt; gesehen. Es mag sein, dass Castle allein deshalb einen schwereren Stand hatte, denn die Plots gleichen sich in vielen Punkten wie ein Ei dem anderen, nur dass The Mentalist die eindeutig bessere Serie ist: Spannendere Rahmenhandlung, interessantere Begleitcharaktere, rätselhaftere Ermittlungsfälle.
&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;&lt;a href=&quot;http://www.imdb.com/title/tt0903747/&quot;&gt;Breaking Bad&lt;/a&gt;  – Staffel 1&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9734;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.imdb.com/name/nm0186505/&quot;&gt;Bryan Cranston&lt;/a&gt; spielt den an Lungenkrebs erkrankten Chemielehrer Walter White, der – den eigenen Tod und die fehlende finanzielle Absicherung seiner Familie vor Augen – zum Methkoch wird. Absolut großartige schauspielerische Leistung, absolut großartige Storyline, absolut großartiger Humor, absolut großartige Bildsprache. Aktuell sind wir schon am Ende der zweiten Staffel, die uns nochmal mehr flasht, alleine wegen der absolut großartigen &lt;a href=&quot;http://www.imdb.com/name/nm0348152/&quot;&gt;Anna Gunn&lt;/a&gt;, die als Whites hochschwangere Frau Skyler, oh Gott, ich kann’s nicht anders sagen, &lt;em&gt;brilliert&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;&lt;a href=&quot;http://www.imdb.com/title/tt0412142/&quot;&gt;Dr. House&lt;/a&gt; – Staffel 5&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9734;&amp;#9734;&amp;#9734;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe, soweit ich mich erinnere, noch nie öffentlich meine Liebe zu dieser kaputten Persönlichkeit im speziellen bekundet und hole das hiermit nach. Auch wenn die Serie mittlerweile an all den Gebrechen erkrankt ist, an denen die meisten viel-staffeligen Serien erkranken (wie z.B. unnötig aufgeblasene Rahmenhandlungsbögen und immer wiederkehrende zwischenmenschliche Annäherungen und Entfremdungen, die in ihrer Vorhersehbarkeit langweiliger nicht sein könnten): Dr. House ist so [hrhrhr] und [gnihihi] und [grunz], da kann ich nur sagen: Yay!&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;&lt;a href=&quot;http://www.imdb.com/title/tt0413573/&quot;&gt;Grey&#039;s Anatomy&lt;/a&gt; – Staffel 5, Episoden 12-23&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9734;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich glaub ich hab da mal sowas getwittert wie „Wie haben wir eigentlich damals geheult, als es noch kein Grey&#039;s Anatomy gab?“, und meinte das auch durchaus so. In dieser Staffel, in der sich die im Kontext Dr. House erwähnten und auch in dieser Serie extrem nervenden Gebrechen &lt;em&gt;endlich&lt;/em&gt; zu erledigen scheinen, rollt die Serie wieder wie eine Dampflock durch mein kleines weiches Herz. Es tut der Serie überaus gut, dass sie jetzt nicht mehr hauptsächlich auf Merediths Schultern liegen muss, sondern die Last auf mehrere Rollen verteilt wird. I like.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;&lt;a href=&quot;http://www.imdb.com/title/tt0844441/&quot;&gt;True Blood&lt;/a&gt; – Staffel 2&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9734;&amp;#9734;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
True Blood kann man ja alleine schon des &lt;a href=&quot;http://www.d-kitchen.com/projects/true-blood-main-title&quot;&gt;obertollen Vorspanns wegen&lt;/a&gt; gucken. Oder aber wegen der wirklich konsequenten Umsetzung einer Realität, in der Vampire und übernatürliche Wesen ganz offiziell Teil unserer Gesellschaft sind. Staffel 2 hat mich genauso gefesselt wie Staffel 1, und ich mag den Fakt, dass die Bad Guys etwas mehr Rampensau spielen dürfen. Was ich allerdings in Staffel 2 vermisst habe, war der Running Gag in Form der rückwärtigen Ansicht &lt;a href=&quot;http://www.imdb.com/name/nm0477127/&quot;&gt;Ryan Kwantens&lt;/a&gt;. Ich erwarte Besserung in Staffel 3.
&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;note intro brackets&quot;&gt;
Übrigens: Wer behauptet, True Blood wäre so etwas wie Twighlight für Erwachsene, tut beiden Unrecht. Natürlich ist die große Gemeinsamkeit – Menschenmädchen verguckt sich in Vampirjungen – nicht zu übersehen, dafür gibt es sonst so gut wie gar keine Schnittmengen, auf die sich Vergleiche stützen könnten. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://serotonic.de/Serien-2010-II-Serienende-Edition-129.html&quot;&gt;Weiter mit Teil 2, den abgeschlossenen Serien.&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt; 
    
    &lt;a href=&quot;http://serotonic.de/Serien-2010-I-128.html#konversation&quot; title=&quot;Artikel aufrufen und flattrn&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://api.flattr.com/button/button-static-50x60.png&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
    
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var flattr_uid = 'serotonic';
var flattr_tle = 'Serien 2010 (I)';
var flattr_dsc = '  Hier, wir haben uns ja lange nicht mehr über Serien unterhalten. Das geht ja so nicht. Dieses Blog muss doch 1:1 mein Leben spiegeln, wo kämen wir denn sonst hin.       Serien sind sozusagen der Kern meines medialen Konsumverhaltens. Sie bestreiten rund 70% dessen, was mir so in die Flimmerkiste kommt. Weitere 5% entfallen auf Dokus, 15% auf Filme, und die letzten 10% wären dann wohl übliches Free-TV, wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob die 10% nicht doch ein wenig hoch gegriffen sind, weil ich’s doch einfach nicht ertrage, mich ständig von hirnzersetzender Werbung anblöken lassen zu müssen.       Serien also. Ab hier gilt übrigens, gleichwohl ich mich mit konkreten Inhalten bewusst zurückhalte, Spoiler Alert.      Medium – Staffel 5  &amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9734;  Wie in den ersten 4 Staffeln hält das Medium Allison den einen oder anderen Plausch mit Toten, um die Verbrechen aufzuklären, die an ihnen begangen wurden. Da hat sich nix geändert – und das muss es auch nicht. Ich würde mir höchstens wünschen, dass es wieder ein bisschen häufiger im Nacken kribbelt; die ersten 2 Staffeln waren imho deutlich gruseliger. Ich wage übrigens zu behaupten, dass Patricia Arquette als Allison DuBois zu den reizendsten Dingen gehört, die man sich derzeit in Bewegtbild angucken kann. Von der restlichen Familie ganz zu schweigen.       Ich finde es im Übrigen großartig, dass sich Frau Arquette nicht aufs Knochengerüst runterhungert, wie es derzeit alle tun und wie es sicherlich auch von ihr verlangt wurde. Weniger großartig ist, dass der erste Vorschlag, so man ihren Namen googelt, „patricia arquette gewicht“ lautet, ich mein, ARGH!      Dexter  – Staffel 3  &amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9734;&amp;#9734;  Michael C. Hall als Serienkiller im Forensikerpelz funktioniert immer noch ganz wunderbar für mich und meinen Hormonhaushalt. Zwar ging mir das ganze Freundschafts-Gedudel in der Staffelmitte so ziemlich auf den Sack, aber dafür hat man ja ein angemessenes Staffelfinale. Insgesamt scheint die Serie jedoch einen immer seichteren Ton anzuschlagen; ich habe leise Befürchtungen, dass mir das in Staffel 4 zu bunt werden könnte. Aber ich freue mich trotzdem schon wie Bolle wieder auf den Vorspann.    Castle  – Staffel 1  &amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9734;&amp;#9734;&amp;#9734;&amp;#9734;  Wo ich hier grad bei Summer Glau bin: Was ich mich darüber freue, Nathan Fillion wieder zu sehen! Nach Firefly habe ich ihm ja alle guten Rollen dieser Welt gewünscht, und die Rolle des Kriminalromanautor-und-jetzt-auch-Polizeiberaters Castle ist ihm absolut auf den Leib geschnitten. Leider hinkt die Serie für mich an zu vielen anderen Stellen, sie ist wirklich ganz nett, aber mehr halt auch nun mal nicht. An viel zu vielen Stellen kann man ihr bis aufs Konstrukt sehen: So ist der Rotton, der in der Bildsprache eine eigene, stille Rolle hat, so plakativ, dass er mich von der Handlung ablenkt, die Muster der Ermittlungsfälle sind zu konstruiert, die Dialoge zu vorhersehbar.    Wir haben Castle zwischen zwei Staffeln The Mentalist gesehen. Es mag sein, dass Castle allein deshalb einen schwereren Stand hatte, denn die Plots gleichen sich in vielen Punkten wie ein Ei dem anderen, nur dass The Mentalist die eindeutig bessere Serie ist: Spannendere Rahmenhandlung, interessantere Begleitcharaktere, rätselhaftere Ermittlungsfälle.      Breaking Bad  – Staffel 1  &amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9734;  Bryan Cranston spielt den an Lungenkrebs erkrankten Chemielehrer Walter White, der – den eigenen Tod und die fehlende finanzielle Absicherung seiner Familie vor Augen – zum Methkoch wird. Absolut großartige schauspielerische Leistung, absolut großartige Storyline, absolut großartiger Humor, absolut großartige Bildsprache. Aktuell sind wir schon am Ende der zweiten Staffel, die uns nochmal mehr flasht, alleine wegen der absolut großartigen Anna Gunn, die als Whites hochschwangere Frau Skyler, oh Gott, ich kann’s nicht anders sagen, brilliert.    Dr. House – Staffel 5  &amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9734;&amp;#9734;&amp;#9734;  Ich habe, soweit ich mich erinnere, noch nie öffentlich meine Liebe zu dieser kaputten Persönlichkeit im speziellen bekundet und hole das hiermit nach. Auch wenn die Serie mittlerweile an all den Gebrechen erkrankt ist, an denen die meisten viel-staffeligen Serien erkranken (wie z.B. unnötig aufgeblasene Rahmenhandlungsbögen und immer wiederkehrende zwischenmenschliche Annäherungen und Entfremdungen, die in ihrer Vorhersehbarkeit langweiliger nicht sein könnten): Dr. House ist so [hrhrhr] und [gnihihi] und [grunz], da kann ich nur sagen: Yay!    Grey\'s Anatomy – Staffel 5, Episoden 12-23  &amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9734;  Ich glaub ich hab da mal sowas getwittert wie „Wie haben wir eigentlich damals geheult, als es noch kein Grey\'s Anatomy gab?“, und meinte das auch durchaus so. In dieser Staffel, in der sich die im Kontext Dr. House erwähnten und auch in dieser Serie extrem nervenden Gebrechen endlich zu erledigen scheinen, rollt die Serie wieder wie eine Dampflock durch mein kleines weiches Herz. Es tut der Serie überaus gut, dass sie jetzt nicht mehr hauptsächlich auf Merediths Schultern liegen muss, sondern die Last auf mehrere Rollen verteilt wird. I like.    True Blood – Staffel 2  &amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9733;&amp;#9734;&amp;#9734;    True Blood kann man ja alleine schon des obertollen Vorspanns wegen gucken. Oder aber wegen der wirklich konsequenten Umsetzung einer Realität, in der Vampire und übernatürliche Wesen ganz offiziell Teil unserer Gesellschaft sind. Staffel 2 hat mich genauso gefesselt wie Staffel 1, und ich mag den Fakt, dass die Bad Guys etwas mehr Rampensau spielen dürfen. Was ich allerdings in Staffel 2 vermisst habe, war der Running Gag in Form der rückwärtigen Ansicht Ryan Kwantens. Ich erwarte Besserung in Staffel 3.      Übrigens: Wer behauptet, True Blood wäre so etwas wie Twighlight für Erwachsene, tut beiden Unrecht. Natürlich ist die große Gemeinsamkeit – Menschenmädchen verguckt sich in Vampirjungen – nicht zu übersehen, dafür gibt es sonst so gut wie gar keine Schnittmengen, auf die sich Vergleiche stützen könnten.         Weiter mit Teil 2, den abgeschlossenen Serien.  ';
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    <pubDate>Wed, 04 Aug 2010 15:14:00 +0200</pubDate>
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    <title>„Und ich würd’ aufhören, wenn aufhören heißt: Es hört auf.“</title>
    <link>http://serotonic.de/Und-ich-wuerd-aufhoeren,-wenn-aufhoeren-heisst-Es-hoert-auf.-127.html</link>
            <category>Ich wirre, also bin ich</category>
    
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    <author>serotonic</author>
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    &lt;p&gt;
In den letzten Tagen habe ich oft auf ein leeres Eingabefenster gestarrt. Anfangs, weil ich erzählen wollte, was die Tragödie in Duisburg letzten Samstag mit mir gemacht hat. Mehr und mehr habe ich aber gemerkt, dass ich befangen bin. Dass ich mich immer weniger traue, zu irgendwelchen Anlässen auch nur irgendwas zu sagen, denn: Entweder ist die Trauer zu groß oder zu klein, die Betroffenheit zu lang anhaltend oder zu kurz (und damit zu unecht), die Betrachtung zu oberflächig oder zu tiefschürfend, die Form zu überdimensioniert oder in ihrer Zeichenbeschränktheit zu unangemessen, die innere Haltung zu gefühlsbetont oder zu sachlich. Ich bin nicht mehr frei, weil jede Rührung einer Bewertung unterliegt. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Während der WDR-Berichterstattung direkt nach dem Unglück wurde ein Kameraschwenk über die Autobahn neben dem Loveparade-Gelände gemacht, auf der Mike Litt versehentlich im Bildrand stand und lachte. Wenige Minuten zuvor hatte er noch mit entsetztem Gesichtsausdruck berichtet – und nun ein Lachen? Ich war geradezu erleichtert. Weil da ein Mensch stand, ein echter, mit echten Gefühlen, einer, bei dem neben Entsetzen, Trauer und Sprachlosigkeit ein Lachen Platz hat. So sind Gefühle glücklicherweise; sie sind frei und unabhängig von Maßstäben und retten uns damit in schwierigen Situationen den Arsch.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Was mich in unserer kuscheligen Onlinewelt hingegen nur allzu oft verstört, ist der Zynismus – und dass er zum guten Ton zu gehören scheint. Er kommt mir vor wie das weiße Porzellan mit Goldrand in den gutbürgerlichen Verhältnissen, in denen ich aufwuchs. Oder wie der sorgfältige Handkantenknick im Sofakissen. Wie ein Zeichen für intellektuellen Wohlstand, sozusagen. Dieser Zynismus ist etwas, mit dem ich persönlich nicht zurechtkomme; er schreckt mich ab. Jedoch: Ich möchte niemandem diese Art des Umganges mit [Wasauchimmer] nehmen oder ihm seine Sinnhaftigkeit absprechen, denn das steht mir nicht zu. Und damit sind wir auch in diesem Punkt wieder am Anfang – nämlich da, dass ich lieber gar nichts sage.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; 
Es ist nicht so, dass ich mich wohl damit fühle. Oder dass ich das Bedürfnis habe, es jedem Recht zu machen. Ich habe nur Angst vor den Schnappreflexen; vor meinen eigenen und denen der Anderen. Davor, dass ich einem Impuls nachgebe, eine Nachricht oder ein Gefühl teile – und mir plötzlich ein völlig Fremder in womöglich herablassender Haltung und mit hochgezogener Augenbraue begegnet, um seinen eigenen, persönlichen Maßstab anzulegen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Da bin ich zu dünnhäutig für.
&lt;br /&gt;Und für diesen Kampf bin ich auch gar nicht hier.
&lt;/p&gt;
&lt;div class=&quot;nachschlag&quot;&gt;
&lt;hr class=&quot;sigmarker&quot; /&gt;
&lt;p class=&quot;note&quot;&gt;
Ach, und lesen Sie doch auch bitte &lt;a href=&quot;http://www.stijlroyal.de/blogroyal/huckbook/das-lachen-nach-dem-schluss&quot;&gt;Das Lachen nach dem Schluss&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;Und Silenttiffys Kommentar dazu auch.
&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;note brackets&quot;&gt;
* Titel geliehen von &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/Von-Spatzen-Tauben-Dächern-Händen/dp/B002BCLWZM/&quot;&gt;Kettcar, Einer&lt;/a&gt;. Danke! &lt;a href=&quot;http://blip.fm/~u6vyx&quot;&gt;&amp;#9835;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;hr class=&quot;sigmarker&quot; /&gt;
&lt;p class=&quot;note update&quot;&gt;
&lt;br /&gt;Haha, ich werde vergesslich. Das &lt;a href=&quot;http://serotonic.de/Den-Dicksten,-den-hab-immer-noch-ich.-16.html&quot;&gt;hattich doch schon mal&lt;/a&gt;, nur anders.
&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
 
    
    &lt;a href=&quot;http://serotonic.de/Und-ich-wuerd-aufhoeren,-wenn-aufhoeren-heisst-Es-hoert-auf.-127.html#konversation&quot; title=&quot;Artikel aufrufen und flattrn&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://api.flattr.com/button/button-static-50x60.png&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
    
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    <pubDate>Fri, 30 Jul 2010 10:35:00 +0200</pubDate>
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<item>
    <title>Wie ich kürzlich meiner Metzgersfrau gern den [Tüdeldü] [verdingst] hätte.</title>
    <link>http://serotonic.de/Wie-ich-kuerzlich-meiner-Metzgersfrau-gern-den-Tuedeldue-verdingst-haette.-119.html</link>
            <category>Konsum und Kurzweil</category>
    
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    &lt;!-- s9ymdb:58 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;600&quot; height=&quot;404&quot;  src=&quot;http://serotonic.de/uploads/kurzweil/l95hlz0w.jpg&quot;  alt=&quot;Rückwärtige Ansicht dreier Kühe auf einer Weide&quot; title=&quot;… aber dreifach!&quot; /&gt;
&lt;p class=&quot;bu&quot;&gt;
&lt;cite&gt;Foto: &lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/nogood/2298241833/&quot;&gt;„Three in a row“ by Yannig Van de Wouwer&lt;/a&gt; – &lt;a href=&quot;http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/deed.en&quot;&gt;Some rights reserved&lt;/a&gt;. Danke!&lt;/cite&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;intro&quot;&gt;
Ich bin heute ein wenig grantig, müssen Sie wissen. Und zwar, weil ich mich – und nun halten Sie sich fest, werte Leserschaft – vor wenigen Minuten von der örtlichen Wurstfachverkäuferin ordentlich habe anranzen lassen müssen. Ich habe ihr nicht auf den Tresen gespuckt, ihr nicht in die Auslage gehustet und auch sonst nichts getan, was eine Metzgersfrau landläufig zur Weißglut zu treiben pflegt, nein. Ich habe mich lediglich nach der Herkunft des Rindes erkundigt, dessen Bein ich, zumindest teilweise, zu einem Ragout verkochen wollte.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Sie müssen wissen, ich bin ein recht freundlicher Mensch. Nicht so ein betont-freundlicher, der zwischen den Zeilen sowas sagt wie &lt;q&gt;Lecken Sie mich am Sitzfleisch und zwar hurtig, Sie Bedienungsvieh&lt;/q&gt;, sondern jemand, der einfach keinen Sinn darin sieht, allerorts seine malade Geisteshaltung an den Mann zu bringen. Jemand, der mit Hingabe eine gute Beziehung zu all seinen Dienstleistungs- und Geschäftsverhältnissen (giving wie receiving – Sie verstehen) pflegt und es gelinde gesagt supi findet, wenn Menschen nett zueinander sind. Sie müssen aber auch wissen, dass ich es heute nur der Anwesenheit des Poschisten zu verdanken hatte, dass ich nicht einmal gepflegt ausgetickert bin, hier, in unserer örtlichen Metzgerei zu Dingsheim, und das kam so:
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Vor einiger Zeit, es muss Jahre her sein, erkundigte ich mich in der Metzgerei, was für Tiere denn da so hübsch zerlegt feilgeboten werden, und woher sie stammen. Ich erfuhr: Hier handelt es sich um beste Eifel-Ware, fachmännisch wie artgerecht am Hof aufgezogen, gewissenhaft getötet und im eigenen Hause verarbeitet. Das fand ich prima, und so kauften wir unser Fleisch von nun an dort. Seither machte ich jedoch eine Art Verständnisprozess ob des Tiere-Essens durch, verzichtete immer häufiger und ausgiebiger auf das, was mich am meisten sabbern lässt, und beäugte die Herkunft immer kritischer. Und so kam es, dass mir die Aussage &lt;q&gt;Die kommen aus der Eifel&lt;/q&gt; nicht mehr ganz reichte, vor allem da ich einst meinte zu beobachten, wie mein bestelltes Suppenhuhn flugs einer aufgeschäumten Plastikschale mit etikettierter Frischhaltefolie entrissen wurde, um in hauseigener Umverpackung seinen Besitzerwechsel anzutreten. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ich suchte also letzte Woche die Wurstfachverkäuferin auf, um 1 Kilogramm Beinfleisch vom Rind vorzubestellen und nutzte die Gelegenheit, einmal genauer nachzufragen. Dabei entspann sich folgender Dialog:
&lt;/p&gt;
&lt;div class=&quot;dialog&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;q&gt;Wo kommen Ihre Tiere denn genau her?&lt;/q&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;q&gt;Aus der Eifel.&lt;/q&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;q&gt;Das weiß ich schon, ich würd’s aber gerne genauer wissen. Gibt es einen Hof, von dem Sie das Fleisch bevorzugt beziehen? Und aus welcher Haltungsform stammen die Tiere?&lt;/q&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;q&gt;Den Hof weiß ich nicht, aber die kommen alle aus artgerechter Haltung.&lt;/q&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;q&gt;Das ist gut, könnten Sie den Hof für mich in Erfahrung bringen bitte?&lt;/q&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;q&gt;Natürlich gerne, ich bin nur 2 Mal die Woche hier, ich kenne mich da nicht so aus, aber ich sage meiner Kollegin Bescheid.&lt;/q&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;
Wir rechnen also zusammen: &lt;br /&gt;2 Fragen nach der Herkunft, 2 Mal die Antwort „Eifel“ und „artgerecht“. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Machen wir einen Sprung in der Zeit, stellen Sie sich neben mich, holen Sie heute Ihr Kilo Beinfleisch vom Rind an meiner Stelle ab. Sie betreten den Laden, Sie lächeln, Sie sagen &lt;q&gt;Guten Tag!&lt;/q&gt; und warten darauf, bedient zu werden. Sie nehmen wahr, dass heute beeindruckend viel los ist, weil viele Rentnerinnen wahre Massen an Fleisch kaufen müssen und dass Sie so keine Gelegenheit haben werden, die toten Rinder mit Namen vorgestellt zu bekommen. Ihnen geht es aber auch nur um einen Hofnamen, eine Betriebsnummer vielleicht – und um ihr Kilo Beinfleisch natürlich. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Sie finden es komisch, dass eine der zwei Bedienungen immer wieder mal ums Eck geht, um sich feucht in die Armbeuge zu husten, aber Sie sind ja kein Unmensch, Sie waren schließlich auch schon mal krank, und was soll man schon machen, wenn die Bronchien so verschleimt sind? Da kann man ja nicht einfach mal spontan den Beruf wechseln. Sie hoffen aber insgeheim, dass das Glück Ihnen hold genug ist, ihnen die andere Bedienung zuzuspielen – und kichern innerlich fürchterlich infantil, als es natürlich anders kommt und Sie mit der kranken Fleisch- und Wurstwarenfachverkäuferin vorlieb nehmen müssen. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Sie sagen, dass Sie Fleisch vorbestellt hätten und … &lt;q&gt;WAS haben Sie?!&lt;/q&gt; – &lt;q&gt;Beinfleisch vorbestellt. Vom Rind. Auf den Namen serodings.&lt;/q&gt; – &lt;q&gt;Ach ja.&lt;/q&gt; Sie beobachten, wie die Dame mittleren Alters einen Schnellhefter wälzt, Ihren Namen durchstreicht und sauber eingepacktes Fleisch aus dem Kühlhaus holt. Soweit so gut, aber Sie wollen jetzt mehr. Mehr wissen. &lt;q&gt;Darf’s sonst noch was sein?&lt;/q&gt;
&lt;br /&gt; Sie sagen ja und beziehen sich auf das Gespräch mit der Kollegin und erneuern Ihre Bitte, mehr zu erfahren. Leider weiß Ihre Gesprächspartnerin nichts von dem Vorgespräch und fragt Sie etwas ungehalten, was Sie denn da bittschön in Erfahrung bringen wollen. Sie sagen Ihren Satz von der Herkunft und Haltungsart auf und lächeln immer noch, als Sie rüde unterbrochen werden, warum Sie das denn überhaupt wissen wollen? Ob Sie etwa glauben würden, dass man Ihnen hier schlechte Ware unterjubeln wollen würde??? 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Sie fühlen, wie sich die Blicke der anderen Kunden langsam, aber tief in Ihre Seite bohren. Sie atmen einmal tief durch und wiederholen geduldig, dass Sie das mitnichten glauben, sich jedoch dafür interessieren, wo das Stück Fleisch, an dem Sie sich zu laben gedenken, wohl sein Leben fristen musste.
&lt;/p&gt;
&lt;div class=&quot;dialog&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;q&gt;In Kerpen!&lt;/q&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;q&gt;Wie, in Kerpen? Ihre Kollegin sagte doch, Sie beziehen die Tiere aus der Eifel?&lt;/q&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;q&gt;Die hat keine Ahnung, wir bekommen das Fleisch aus Kerpen.&lt;/q&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;q&gt;Also werden die da aufgezogen, und bei Ihnen hier geschlachtet od…&lt;/q&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;q&gt;Nein, in Kerpen. WIR BEKOMMEN DIE GESCHLACHTET AUS KERPEN!&lt;/q&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;q&gt;Und aus welcher Haltung?&lt;/q&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;
Sie warten auf eine Antwort, doch die Wurstfachverkäuferin spricht kein Wort mehr mit Ihnen. Anstatt dessen rennt Sie sehr geschäftig zwischen Kühlkammer und Schnellhefter hin- und her, Kugelschreiber, Block und Schere fest im Anschlag, während Sie hilflos den eigens mitgebrachten Mann anstarren und sich unter den Blicken fremder Rentner fühlen, als wären Sie lediglich mit einem Jutesack bekleidet und hätten letztmalig vor einer Woche in selbstangebautem Rosmarin geduscht. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Plötzlich springt die Verkäuferin wieder auf Sie zu und klatscht Ihnen ein blutiges Stück bedruckter Folie auf den Tresen, auf dessen Vorderseite ein Post-It mit einer zittrig notierten Telefonnummer klebt. Sie sehen sich tumbes Stück nach dem Zettelwerk greifen und hören die Fleisch- und Wurstwarenfachverkäuferin mit feuchter Lunge sagen, dass Sie sich &lt;em&gt;da&lt;/em&gt; informieren könnten, wenn Sie denn &lt;em&gt;unbedingt&lt;/em&gt; wollten, und ob es denn jetzt bitte noch etwas sein dürfte? Sie nehmen ihren Puls an der Hand, bedanken sich, bezahlen das Fleisch und verlassen den Laden einen Tick zu schnell. Auf dem nach Weg nach Hause wird Ihnen das Geschehene in aller Breite und Tiefe erst bewusst, und so wiederstehen Sie mehrfach dem Impuls, direkt nochmal zurückzulaufen und der Frau Ihr Kilo Beinfleisch rechts und links ums obere Körperende zu schlagen. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Zu Hause angekommen entziffern Sie die blutverschmierte Mobilfunknummer ohne Namensangabe und identifizieren das Stück Folie als Herkunftsetikett, durch das Sie erfahren: Dieses Rind kam aus Deutschland. Alle anderen relevanten Daten sind leider der Schere zum Opfer gefallen, aber wozu haben Sie schließlich ein Telefon? Schon beim dritten Versuch haben Sie die richtige Nummer gewählt und sprechen mit einem freundlichen Mann mit starker Kerpener Mundart, der Ihnen gerne Auskunft gibt. Über seine Bullenmast. In reiner Stallhaltung. Aber auf Stroh!
&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;intro&quot;&gt;
So viel also zum Thema artgerecht gehaltenes Eifelrind. Wenn ich das Fleisch der letzten Jahre noch aus meinem Körper pulen könnte, ich würd’s tun. Und das, ja das! Das würde ich der guten Frau dann tatsächlich auf den Tresen spucken. Und mit einem faulen Bio-Ei garnieren.
&lt;/p&gt;

&lt;hr class=&quot;sigmarker&quot; /&gt;
&lt;p class=&quot;edit&quot;&gt;
Ersetzen Sie doch bitte eigenständig das [Tüdeldü] der Überschrift mit dem gebräuchlichen Gossen-Synonym für Popöchen. Google schickt mir sonst immer die schweren Beischlaf-Pflegefälle. Sie verstehen.
&lt;/p&gt; 
    
    &lt;a href=&quot;http://serotonic.de/Wie-ich-kuerzlich-meiner-Metzgersfrau-gern-den-Tuedeldue-verdingst-haette.-119.html#konversation&quot; title=&quot;Artikel aufrufen und flattrn&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://api.flattr.com/button/button-static-50x60.png&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
    
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Seither machte ich jedoch eine Art Verständnisprozess ob des Tiere-Essens durch, verzichtete immer häufiger und ausgiebiger auf das, was mich am meisten sabbern lässt, und beäugte die Herkunft immer kritischer. Und so kam es, dass mir die Aussage Die kommen aus der Eifel nicht mehr ganz reichte, vor allem da ich einst meinte zu beobachten, wie mein bestelltes Suppenhuhn flugs einer aufgeschäumten Plastikschale mit etikettierter Frischhaltefolie entrissen wurde, um in hauseigener Umverpackung seinen Besitzerwechsel anzutreten.       Ich suchte also letzte Woche die Wurstfachverkäuferin auf, um 1 Kilogramm Beinfleisch vom Rind vorzubestellen und nutzte die Gelegenheit, einmal genauer nachzufragen. Dabei entspann sich folgender Dialog:      Wo kommen Ihre Tiere denn genau her?  Aus der Eifel.  Das weiß ich schon, ich würd’s aber gerne genauer wissen. Gibt es einen Hof, von dem Sie das Fleisch bevorzugt beziehen? Und aus welcher Haltungsform stammen die Tiere?  Den Hof weiß ich nicht, aber die kommen alle aus artgerechter Haltung.  Das ist gut, könnten Sie den Hof für mich in Erfahrung bringen bitte?  Natürlich gerne, ich bin nur 2 Mal die Woche hier, ich kenne mich da nicht so aus, aber ich sage meiner Kollegin Bescheid.      Wir rechnen also zusammen: 2 Fragen nach der Herkunft, 2 Mal die Antwort „Eifel“ und „artgerecht“.       Machen wir einen Sprung in der Zeit, stellen Sie sich neben mich, holen Sie heute Ihr Kilo Beinfleisch vom Rind an meiner Stelle ab. Sie betreten den Laden, Sie lächeln, Sie sagen Guten Tag! und warten darauf, bedient zu werden. Sie nehmen wahr, dass heute beeindruckend viel los ist, weil viele Rentnerinnen wahre Massen an Fleisch kaufen müssen und dass Sie so keine Gelegenheit haben werden, die toten Rinder mit Namen vorgestellt zu bekommen. Ihnen geht es aber auch nur um einen Hofnamen, eine Betriebsnummer vielleicht – und um ihr Kilo Beinfleisch natürlich.       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    <pubDate>Mon, 26 Apr 2010 18:15:00 +0200</pubDate>
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    <title>I can haz Stille proximal der Stirnlinie?</title>
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            <category>Wandeln in Müßiggang</category>
    
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&lt;p&gt;Stadtluft gerochen. Diese Mischung aus Dieseldunst, Hundescheiße, Dahlien und Studentenzehen über flirrendem Asphalt, bei der man sich als mittlerweile-völlig-Landkind nicht entscheiden kann, ob nostalgisch jauchzen oder pikierten Gesichtsausdruck auflegen. Man wird ja einfach irgendwann so und merkt’s nicht gleich. &lt;span class=&quot;intro note brackets&quot;&gt;Aber Kopfsteinpflaster, das ist schön. Da weiß man: Das war schon vor über 100 Jahren da, das kannte noch Kutschen. Und das ist doch die Hauptsache.&lt;/span&gt;
&lt;/p&gt; 
    
    &lt;a href=&quot;http://serotonic.de/I-can-haz-Stille-proximal-der-Stirnlinie-126.html#konversation&quot; title=&quot;Artikel aufrufen und flattrn&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://api.flattr.com/button/button-static-50x60.png&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
    
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    <pubDate>Tue, 27 Jul 2010 16:19:00 +0200</pubDate>
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    <title>Weißer-Handschuh-Tag. </title>
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            <category>Das Leben, ein Spielplatz</category>
    
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&lt;p&gt;
Da ist der King of Pop jetzt tatsächlich ein ganzes Jahr schon nicht mehr unter uns. Ist das zu glauben?
&lt;/p&gt;
 
    
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    <pubDate>Fri, 25 Jun 2010 10:42:00 +0200</pubDate>
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<item>
    <title>Abgebrannt! Wir helfen. </title>
    <link>http://serotonic.de/Abgebrannt!-Wir-helfen.-125.html</link>
            <category> Wenn die Worte nicht reichen</category>
    
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    <author>serotonic</author>
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    &lt;p class=&quot;update&quot;&gt;
&lt;br /&gt;Die unten beschriebene Spendenaktion wurde am 22.07.2010 bei Erreichen einer überwältigend großen Summe eingestellt. Es ist herrlich zu sehen, wie groß die Hilfsbereitschaft in Social Net City tatsächlich ist.
&lt;/p&gt;
&lt;hr class=&quot;sigmarker&quot; /&gt;
&lt;p&gt;
  Seit ein paar Tagen prangt hier oben rechts ein großes orangenes Banner mit der Bitte um Hilfe, und das hat folgenden Grund: 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Carola aka Melody, &lt;a href=&quot;http://www.moving-target.de/&quot;&gt;Bloggerin&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.muttertag-homepage.de/alphamama/&quot;&gt;Alphamama&lt;/a&gt;, ist das Dach über den Kopf ausgebrannt. Sie, ihr Mann und ihre kleine Tochter haben alles Materielle verloren. Zum Glück konnte der Mann nach kurzer Zeit von der Intensiv auf Station verlegt werden, und am Tag nach dem Brand fand Melody auch die zweite der beiden Katzen lebendig zwischen den Trümmern. Bis auf ein paar Kleinigkeiten ist jedoch alles andere unwiederbringlich zerstört: Die Dachwohnung, die Einrichtung, all die unschätzbar wertvollen Dinge, die sie ihr Eigen nannten, ihr &lt;em&gt;zu Hause&lt;/em&gt;. Und ihre Arbeitsstätte, denn sie arbeiteten selbständig im Home Office.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die Wohnung selber war zu allem Übel keine Mietwohnung, sondern Eigentum. Das heißt für die Familie konkret: Raten müssen weiter gezahlt werden, parallel dazu aber auch die Miete für die Übergangswohnung. &lt;a href=&quot;http://www.abgebrannt-wir-helfen.de/rather-kirchplatz/&quot;&gt;Wenn man sich den Schaden anschaut&lt;/a&gt;, den das Feuer hinterlassen hat, ist einem sofort klar, dass es hier nicht nur um ein paar Wochen gehen kann, sondern dass diese Doppelbelastung &lt;em&gt;einige Monate&lt;/em&gt; zu tragen sein wird.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.moving-target.de/index.php/blog/blogging/nun-wollen-sie-zehntausend-euro-von-mir/&quot;&gt;Und jetzt muss der Hausrat auch noch für eine immens hohe Summe fachmännisch aus der ausgebrannten Wohnung entfernt werden.&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Mir geht es sehr nahe, was Melody und Ihrer Familie da passiert ist. Melody ist eine feste Konstante in meiner virtuellen Nachbarschaft, und mir blutet das Herz, wenn ich daran denke, wie viel &lt;a href=&quot;http://www.schutt-und-asche.org/&quot;&gt;Arbeit und eisernem Willen&lt;/a&gt; in all dem steckt, was heute tatsächlich &lt;em&gt;[sprachlos]&lt;/em&gt; nur noch Schutt und Asche ist. Und als wäre das alles noch nicht schlimm genug, ist es um Melodys Gesundheit auch nicht gut bestellt. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Einer dieser Gründe alleine würde für mich schon ausreichen, um zu helfen. Aber all diese Gründe zusammen lassen mich auch um eure Spende, meine werten Leser und Leserinnen, bitten. Und darum, dass ihr &lt;a href=&quot;http://www.abgebrannt-wir-helfen.de/&quot;&gt;das hier&lt;/a&gt; weitersagt.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
   &lt;a href=&quot;http://www.abgebrannt-wir-helfen.de/&quot;&gt;&lt;strong&gt;Helft Melody!&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
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&lt;p class=&quot;note brackets&quot;&gt;
Sollte sich jetzt jemand die Frage stellen: &lt;q&gt;Ja waren die denn nicht versichert?&lt;/q&gt; oder so etwas denken wie &lt;q&gt;Meine Güte, es gibt so viele andere, die kein Dach über dem Kopf haben&lt;/q&gt; oder gar &lt;q&gt;Unterstütz doch lieber das Rote Kreuz, da haben alle was davon&lt;/q&gt;, dem lege ich ans Herz, &lt;a href=&quot;http://www.abgebrannt-wir-helfen.de/faq/&quot;&gt;die FAQ hier&lt;/a&gt; zu lesen. Insbesondere den Punkt 4. Dankeschön.
&lt;/p&gt; 
    
    &lt;a href=&quot;http://serotonic.de/Abgebrannt!-Wir-helfen.-125.html#konversation&quot; title=&quot;Artikel aufrufen und flattrn&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://api.flattr.com/button/button-static-50x60.png&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
    
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var flattr_uid = 'serotonic';
var flattr_tle = 'Abgebrannt! Wir helfen. ';
var flattr_dsc = '  Die unten beschriebene Spendenaktion wurde am 22.07.2010 bei Erreichen einer überwältigend großen Summe eingestellt. Es ist herrlich zu sehen, wie groß die Hilfsbereitschaft in Social Net City tatsächlich ist.          Seit ein paar Tagen prangt hier oben rechts ein großes orangenes Banner mit der Bitte um Hilfe, und das hat folgenden Grund:       Carola aka Melody, Bloggerin und Alphamama, ist das Dach über den Kopf ausgebrannt. Sie, ihr Mann und ihre kleine Tochter haben alles Materielle verloren. Zum Glück konnte der Mann nach kurzer Zeit von der Intensiv auf Station verlegt werden, und am Tag nach dem Brand fand Melody auch die zweite der beiden Katzen lebendig zwischen den Trümmern. Bis auf ein paar Kleinigkeiten ist jedoch alles andere unwiederbringlich zerstört: Die Dachwohnung, die Einrichtung, all die unschätzbar wertvollen Dinge, die sie ihr Eigen nannten, ihr zu Hause. Und ihre Arbeitsstätte, denn sie arbeiteten selbständig im Home Office.      Die Wohnung selber war zu allem Übel keine Mietwohnung, sondern Eigentum. Das heißt für die Familie konkret: Raten müssen weiter gezahlt werden, parallel dazu aber auch die Miete für die Übergangswohnung. Wenn man sich den Schaden anschaut, den das Feuer hinterlassen hat, ist einem sofort klar, dass es hier nicht nur um ein paar Wochen gehen kann, sondern dass diese Doppelbelastung einige Monate zu tragen sein wird.      Und jetzt muss der Hausrat auch noch für eine immens hohe Summe fachmännisch aus der ausgebrannten Wohnung entfernt werden.      Mir geht es sehr nahe, was Melody und Ihrer Familie da passiert ist. Melody ist eine feste Konstante in meiner virtuellen Nachbarschaft, und mir blutet das Herz, wenn ich daran denke, wie viel Arbeit und eisernem Willen in all dem steckt, was heute tatsächlich [sprachlos] nur noch Schutt und Asche ist. Und als wäre das alles noch nicht schlimm genug, ist es um Melodys Gesundheit auch nicht gut bestellt.       Einer dieser Gründe alleine würde für mich schon ausreichen, um zu helfen. Aber all diese Gründe zusammen lassen mich auch um eure Spende, meine werten Leser und Leserinnen, bitten. Und darum, dass ihr das hier weitersagt.         Helft Melody!        Sollte sich jetzt jemand die Frage stellen: Ja waren die denn nicht versichert? oder so etwas denken wie Meine Güte, es gibt so viele andere, die kein Dach über dem Kopf haben oder gar Unterstütz doch lieber das Rote Kreuz, da haben alle was davon, dem lege ich ans Herz, die FAQ hier zu lesen. Insbesondere den Punkt 4. Dankeschön.  ';
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    <pubDate>Fri, 16 Jul 2010 18:01:00 +0200</pubDate>
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    <title>Der Braune Pelikan sitzt am Strand.</title>
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            <category> Wenn die Worte nicht reichen</category>
    
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    &lt;!-- s9ymdb:60 --&gt;&lt;img width=&quot;600&quot; height=&quot;240&quot;  src=&quot;http://serotonic.de/uploads/wirresich/4656887493_68de3c9fcf_b.jpg&quot;  alt=&quot;Ölbarriere im Golf von Mexiko&quot; title=&quot;&quot; cite=&quot;http://www.flickr.com/photos/birdflew/4656887493/&quot; /&gt;
&lt;p&gt;
Seit Tag 1 der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko schaue nicht mehr fern. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ich bilde mir ein zu wissen, wie eine Ölpest aussieht. Das hier ist schließlich nicht meine erste Ölpest, ich habe schon als Zehnjährige anlässlich der Katastrophe am Persischen Golf einen hysterischen Tobsuchtsanfall vor dem Fernseher bekommen, und seit 1991 sind noch so oft so viele Tonnen Öl an Orten geflossen, wo niemals hätte Öl fließen dürfen, dass es mir das Herz bricht. Das soll keineswegs kitschig klingen – es tut mir unendlich weh, den Pflanzen, den Tieren, &lt;em&gt;dem Meer&lt;/em&gt; beim Sterben zuzusehen. Wie alles verklebt, verätzt wird, erstickt.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Daher vermeide ich es großräumig, hinzusehen. Ich weiß, wann ich mich – mein Seelenheil – schützen muss.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Dann gibt es aber immer wieder diese Momente, in denen mich meine politisch korrekte Mitverantwortung als dankbarer Nutznießer der Ölindustrie im Nacken packt. In denen ich mir in meiner eigenen kleinen Machtlosigkeit so unglaublich schäbig vorkomme. In denen ich fürchte, dass mich das Nicht-Hingucken zu einem schlechten Menschen macht. Ich atme dann tief durch, nehme all meinen Mut zusammen, klicke auf einen Link –
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.boston.com/bigpicture/2010/06/caught_in_the_oil.html&quot;&gt;und dann weine ich einfach nur noch.&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;hr class=&quot;sigmarker&quot; /&gt;
&lt;p class=&quot;note&quot;&gt;
Foto: &lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/birdflew/4656887493/&quot;&gt;dredwardhaight&lt;/a&gt; (&lt;a class=&quot;cc&quot; href=&quot;http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/deed.en&quot;&gt;Lizenz&lt;/a&gt;) – Danke!
&lt;/p&gt; 
    
    &lt;a href=&quot;http://serotonic.de/Der-Braune-Pelikan-sitzt-am-Strand.-122.html#konversation&quot; title=&quot;Artikel aufrufen und flattrn&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://api.flattr.com/button/button-static-50x60.png&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
    
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var flattr_dsc = '    Seit Tag 1 der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko schaue nicht mehr fern.       Ich bilde mir ein zu wissen, wie eine Ölpest aussieht. Das hier ist schließlich nicht meine erste Ölpest, ich habe schon als Zehnjährige anlässlich der Katastrophe am Persischen Golf einen hysterischen Tobsuchtsanfall vor dem Fernseher bekommen, und seit 1991 sind noch so oft so viele Tonnen Öl an Orten geflossen, wo niemals hätte Öl fließen dürfen, dass es mir das Herz bricht. Das soll keineswegs kitschig klingen – es tut mir unendlich weh, den Pflanzen, den Tieren, dem Meer beim Sterben zuzusehen. Wie alles verklebt, verätzt wird, erstickt.      Daher vermeide ich es großräumig, hinzusehen. Ich weiß, wann ich mich – mein Seelenheil – schützen muss.      Dann gibt es aber immer wieder diese Momente, in denen mich meine politisch korrekte Mitverantwortung als dankbarer Nutznießer der Ölindustrie im Nacken packt. In denen ich mir in meiner eigenen kleinen Machtlosigkeit so unglaublich schäbig vorkomme. In denen ich fürchte, dass mich das Nicht-Hingucken zu einem schlechten Menschen macht. Ich atme dann tief durch, nehme all meinen Mut zusammen, klicke auf einen Link –      und dann weine ich einfach nur noch.        Foto: dredwardhaight (Lizenz) – Danke!  ';
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    <pubDate>Mon, 07 Jun 2010 16:47:00 +0200</pubDate>
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    <title>Mröööööööööööö!</title>
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            <category>Das Leben, ein Spielplatz</category>
    
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    <author>serotonic</author>
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&lt;p&gt;
Ich würde übrigens dafür plädieren, mit dem WM-en gar nicht mehr aufzuhören. WM-en hat so viele Vorteile, ich mein, alleine die nachbarschaftliche Kommunikation! Das straßenübergreifende Aufstöhnen, Jubellaute, die sich zwischen Dachgiebeln treffen; niest jemand aus dem Haus mit der Nummer 4, ruft ganz Haus mit der Nummer 6 &lt;q&gt;Gesundheit!&lt;/q&gt;, es ist noch genau so ein Fest, wie es das anno 2006 schon war. Also wegen mir muss das alles nicht mehr aufhören, wenn sich auch der Witz, die Vuvuzelas einfach selber mitzubrummen &lt;span class=&quot;intro note&quot;&gt;[Indem man bar des passenden Instrumentes das ganze Gesicht so formt, als wäre man ein Schaf, und ganz laut „Mröööööööööööö“ macht, natürlich. (Versuchen Sie doch mal bitte, das nachzumachen – schielen Sie eigentlich auch intuitiv dabei? Also ich schon. Obwohl Schafe gar nicht schielen. Sowas.)]&lt;/span&gt; so langsam auch in den eigenen vier Wänden abläuft.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Stell sich mal einer vor, die WM wäre jetzt nicht. Dann hätte eine Moderatorin in einem unbedachten Moment wahrscheinlich kein Sprichwort benutzt, das durchaus missverstanden werden kann, hätte wahrscheinlich nicht ganz Twitterhausen auf die gute Frau eingedroschen, hätte Welt Online wahrscheinlich der Aufhänger zum Aufreger gefehlt, hätte der Herr Niggemeier wahrscheinlich keinen &lt;a href=&quot;http://www.stefan-niggemeier.de/blog/ein-innerer-reichsparteitag/&quot;&gt;Artikel über diesen Artikel geschrieben&lt;/a&gt;, hätte es wahrscheinlich keine 950 Kommentare lange Kommentarspalte gegeben, (und jetzt, meine Damen und Herren, komme ich zum Punkt:) hätte ich nie über mich gelernt, dass ich in der Lage bin, einer derart zermürbenden Diskussion bis zu ihrem Ende zu folgen, ohne auch nur einen klitzekleinen Wutkrampf zu erleiden; meine ehemalige Fachfrau für mentale Problemlösungsstrategien wäre sicher stolz bis ins Mark. Demnächst entwickele ich noch so etwas wie die Fähigkeit zu echter Geduld, das wird der Wahnsinn.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Aber Dings sei es vielfach gedankt, die WM ist ja. Und mit ihr &lt;a href=&quot;http://www.stijlroyal.de/blogroyal/huckbook/die-fusball-wm-2010-im-huckbook-tag-6&quot;&gt;all die primaesquen Zeilen&lt;/a&gt; vom &lt;a href=&quot;http://www.stijlroyal.de/blogroyal/huckbook/&quot;&gt;Huck&lt;/a&gt;, auf die ich mich jeden Morgen so freue.
&lt;/p&gt;
&lt;hr class=&quot;sigmarker&quot; /&gt;
&lt;p class=&quot;note&quot;&gt;
Foto: &lt;a class=&quot;cite&quot; href=&quot;http://www.flickr.com/photos/plasticrevolver/65678927/&quot;&gt;plasticrevolver&lt;/a&gt; (&lt;a class=&quot;cc&quot; href=&quot;http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en&quot;&gt;Lizenz&lt;/a&gt;) – Danke!
&lt;/p&gt; 
    
    &lt;a href=&quot;http://serotonic.de/Mroeoeoeoeoeoeoeoeoeoeoeoe!-123.html#konversation&quot; title=&quot;Artikel aufrufen und flattrn&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://api.flattr.com/button/button-static-50x60.png&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
    
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var flattr_tle = 'Mröööööööööööö!';
var flattr_dsc = '    Ich würde übrigens dafür plädieren, mit dem WM-en gar nicht mehr aufzuhören. WM-en hat so viele Vorteile, ich mein, alleine die nachbarschaftliche Kommunikation! Das straßenübergreifende Aufstöhnen, Jubellaute, die sich zwischen Dachgiebeln treffen; niest jemand aus dem Haus mit der Nummer 4, ruft ganz Haus mit der Nummer 6 Gesundheit!, es ist noch genau so ein Fest, wie es das anno 2006 schon war. Also wegen mir muss das alles nicht mehr aufhören, wenn sich auch der Witz, die Vuvuzelas einfach selber mitzubrummen [Indem man bar des passenden Instrumentes das ganze Gesicht so formt, als wäre man ein Schaf, und ganz laut „Mröööööööööööö“ macht, natürlich. (Versuchen Sie doch mal bitte, das nachzumachen – schielen Sie eigentlich auch intuitiv dabei? Also ich schon. Obwohl Schafe gar nicht schielen. Sowas.)] so langsam auch in den eigenen vier Wänden abläuft.      Stell sich mal einer vor, die WM wäre jetzt nicht. Dann hätte eine Moderatorin in einem unbedachten Moment wahrscheinlich kein Sprichwort benutzt, das durchaus missverstanden werden kann, hätte wahrscheinlich nicht ganz Twitterhausen auf die gute Frau eingedroschen, hätte Welt Online wahrscheinlich der Aufhänger zum Aufreger gefehlt, hätte der Herr Niggemeier wahrscheinlich keinen Artikel über diesen Artikel geschrieben, hätte es wahrscheinlich keine 950 Kommentare lange Kommentarspalte gegeben, (und jetzt, meine Damen und Herren, komme ich zum Punkt:) hätte ich nie über mich gelernt, dass ich in der Lage bin, einer derart zermürbenden Diskussion bis zu ihrem Ende zu folgen, ohne auch nur einen klitzekleinen Wutkrampf zu erleiden; meine ehemalige Fachfrau für mentale Problemlösungsstrategien wäre sicher stolz bis ins Mark. Demnächst entwickele ich noch so etwas wie die Fähigkeit zu echter Geduld, das wird der Wahnsinn.      Aber Dings sei es vielfach gedankt, die WM ist ja. Und mit ihr all die primaesquen Zeilen vom Huck, auf die ich mich jeden Morgen so freue.        Foto: plasticrevolver (Lizenz) – Danke!  ';
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    <pubDate>Thu, 17 Jun 2010 11:21:00 +0200</pubDate>
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    <title>Spaß mit Telemarketern, Heute: stinkreich</title>
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            <category>Das Leben, ein Spielplatz</category>
    
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    &lt;p&gt;Das Telefon klingelt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;serotonic:&lt;/strong&gt;
&lt;q&gt;Ja bitte?&lt;/q&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
– Stille –
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;serotonic:&lt;/strong&gt;
&lt;q&gt;Ja bitte? Ja bitte? Ja bitte? Ja bitte? Ja bitte?&lt;/q&gt; (denken Sie sich hier einen Loop, die Betonung entnehmen Sie bitte dem Drive-In-Mädchen des Films „Ey Mann, wo ist mein Auto“)
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
– Knacklaut. Callcentergewirr im Hintergrund. –
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Wohltrainierte Telemarketingfachfrau:&lt;/strong&gt;
&lt;q&gt;Ah, hallo, spreche ich dort mit Herrn Seroposch?&lt;/q&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;serotonic:&lt;/strong&gt;
&lt;q&gt;Wenn der Herr Seroposch den Stimmbruch verpasst hat, wird dem wohl so sein.&lt;/q&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Wohltrainierte Telemarketingfachfrau:&lt;/strong&gt;
&lt;q&gt;Oh, äh … Haha, Entschuldigung! Sie sind seine Frau?&lt;/q&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;serotonic:&lt;/strong&gt;
&lt;q&gt;Na, wenn ich seine Geliebte wär, würd ich ja wohl kaum ans Telefon gehen.&lt;/q&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Wohltrainierte Telemarketingfachfrau:&lt;/strong&gt;
&lt;q&gt;Hihihi, nein, also Frau Seroposch: Ich wollte nachhören, ob Sie Ihre 15% wahrnehmen möchten.&lt;/q&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;serotonic:&lt;/strong&gt;
&lt;q&gt;Ach, unsere 15%? Welche 15% jetzt genau?&lt;/q&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Wohltrainierte Telemarketingfachfrau:&lt;/strong&gt;
&lt;q&gt;Ach, HAT der Herr Seroposch Ihnen das also noch NICHT erzählt! Ich …&lt;/q&gt; (nuschelt ganz schnell und unverständlich Namen und Zweck, wird langsamer und deutlicher …) &lt;q&gt;Einkäufen bei [Tankstellenkette], [Einzelhandelskette], [Einzelhandelskette], [Drogeriemarktkette] – dann können Sie 15% SPAREN!&lt;/q&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;serotonic:&lt;/strong&gt;
&lt;q&gt;Daran haben wir kein Interesse.&lt;/q&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Wohltrainierte Telemarketingfachfrau:&lt;/strong&gt;
&lt;q&gt;Ja aber Frau Seroposch! FÜNFZEHN PROZENT! Wer sagt denn da einfach nein zu?&lt;/q&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;serotonic:&lt;/strong&gt;
&lt;q&gt;Wir. Wir sparen nicht.&lt;/q&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Wohltrainierte Telemarketingfachfrau:&lt;/strong&gt;
&lt;q&gt;Ach!&lt;/q&gt; (hat Schnappatmung) &lt;q&gt;Das kann ich mir ja kaum vorstellen. HEUTZUTAGE! FRAU SEROPOSCH!!!&lt;/q&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;serotonic:&lt;/strong&gt;
&lt;q&gt;Ach, wissen Sie, wir haben das einfach nicht nötig. Wir schwimmen im Geld.&lt;/q&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;– Stille. Callcentergewirr im Hintergrund. Knacklaut. –&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;note&quot;&gt;Das wirklich dumme, dumme, dumme am Spaß mit Telemarketern: Ich habe meine wirklich amüsanten 5 Minuten und kann den Ärger, den mir mein Job vielleicht gerade gemacht hat, an einem gesichtslosen Callcenteragent auslassen, was ihn perfiderweise zu einer noch viel größeren Arschkriechersau macht, als ich es je sein muss. Aber: Wäre ich nicht ich, sondern meine liebe Großmama – dann säh das Ganze mal ziemlich gründlich andersherum aus. Am Ende des Gespräches ständ dann vielleicht ein weiterer Strich für die joberhaltende Quote – und ein alter Mensch, der einmal mehr um einen Teil seiner Würde beraubt wurde.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;note brackets&quot;&gt;Und ersparen Sie mir doch bitte die „Irgendwie muss man ja seine Brötchen verdienen“-Nummer, ich weiß, die Welt ist schlecht, und wer hat denn schon die Wahl – HEUTZUTAGE!&lt;/p&gt; 
    
    &lt;a href=&quot;http://serotonic.de/Spass-mit-Telemarketern,-Heute-stinkreich-17.html#konversation&quot; title=&quot;Artikel aufrufen und flattrn&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://api.flattr.com/button/button-static-50x60.png&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
    
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    <pubDate>Tue, 05 May 2009 11:34:00 +0200</pubDate>
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    <title>(N50)</title>
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    <author>serotonic</author>
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    Unten im Hausflur hängt ein Zettel: „Wir heiraten!“, und das ganze Haus ist eingeladen, doch in Kürze fröhlich mitzupoltern, auswärts. Was ja eigentlich total nett ist, aber, ich mein: Wir kennen die Beiden doch gar nicht, die da seit über einem Jahr unter uns wohnen, und wären wir uns sympathisch, sähe das ganz sicher anders aus, mittlerweile. Ich weiß nur, dass sie 3 Katzen und viel Familie haben, regelmäßig Paketpost bekommen, sie eine beneidenswert schöne Haut hat, sein Blick gerne aus Versehen meine Brüste streift, so wir uns im Keller begegnen und wie das so ist, wenn er auf der Straße den Macker markiert und anderen Verkehrsteilnehmern zeigt, wo der Hammer hängt (Eine Geschichte, die ich schon in 140 Zeichen &lt;a href=&quot;http://twitter.com/serotonic/status/3071737429&quot;&gt;erzählte&lt;/a&gt;). Aber dank des hübschen Zettels im Flur, der mit den Worten „Und besucht uns doch auf unserer Hochzeits-Homepage!“ schließt, weiß ich jetzt mehr, als mir je lieb war. Besonders hervorzuheben wäre die unschuldige Freizügigkeit mit Fotos und persönlichen Daten von sich selbst, Freunden und Verwandten, gepaart mit den üblichen Hochzeits-Reimen, angesichts derer sich mir persönlich die nicht vorhandenen Testikel ganz tief in die Bauchhöhle zurückziehen. Aber hey, ich wünsch ihnen von hier aus alles Glück der Welt und einen ultralustigen Polterabend in einigem räumlichen Abstand; ich kenn das ja und kann, auch ohne dabei zu sein, gedanklich um die ganzen, mit privaten Peinlichkeiten bestückten Diavorträge und infantil-erniedrigenden Partyspielchen ergänzen, bei denen ich schneller zum eingefleischten Misanthropen konvertiere als ein Huhn gackern kann.  
    
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    <pubDate>Fri, 21 Aug 2009 11:27:00 +0200</pubDate>
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    <title>Verbitterung, oh du Rose am Revers des Bildungsbürgertums, wie sehr du mich belästigst.</title>
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    <author>serotonic</author>
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    &lt;p class=&quot;intro&quot;&gt;
Mein Mund ist in einfältiger Kraftlosigkeit leicht geöffnet, mein Kopf wackelt schief, meine glasigen Augen greifen in die Leere, während meine verwunderten Lippen ein „Hä“ formen. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Was Sie jetzt hoffentlich vor Ihrem inneren Auge sehen, ist mit Worten schnell erklärt: Es ist das Scheißefinden an sich, das mich derzeit wie ein hilfloser Trottel dastehen lässt. Voller Unverständnis blicke ich in die Gesichter der Unglücklichen, die Missgunst für eine Tugend halten, und verstehe ihre Welt nicht mehr. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Sobald eine &lt;a href=&quot;http://www.nerdcore.de/wp/2010/05/30/lena/&quot;&gt;kleine Freude&lt;/a&gt; das Tageslicht erblickt, ob undschuldig oder nicht, steht das Scheißefinden parat und bereitet mir Kopfschmerzen. Setzt sich geradezu parasitesque auf mein Wohlgefühl. Verklebt mein Glücksgefieder mit seiner öligen Suppe aus Häme und Schmach. Ist es wirklich so erstrebenswert, alles zu Tode zu hinterfragen, alles mürbe zu kritisieren, jede Blüte nach einem Staubkorn abzusuchen, an jedem singenden Mädchen ein mediensteifes Brustwärzchen zu finden? Ich sage nein. Denn: Scheißefinden macht Mundwinkel aus Teer. Schmierig. Dunkel. Durchdringend müffelnd. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ich kann das alles so umfassend nicht mehr ertragen, dass ich nicht umhinkomme, meinem eigenen Scheißefinden Ausdruck zu verleihen. Kinder, freut euch doch mal. Geht raus, tanzt, macht mal etwas Unbeschwertes. Steckt euch gegenseitig die Finger in die Ohren, lutscht Sand, schreibt nicht nur möglichst poetisch über die Schönheit eines Kinderlachens, sondern lacht es selber. Es ist ja nicht mit anzusehen, wie sehr ihr euch in eurem Unglück gefallt.
&lt;/p&gt;
&lt;!--&lt;hr class=&quot;note sigmarker&quot; /&gt;
&lt;p class=&quot;note brackets intro&quot;&gt;
Lesen Sie demnächst: Warum das Hypen von Schönem mindestens ebenso läppsch ist.
&lt;/p&gt;--&gt; 
    
    &lt;a href=&quot;http://serotonic.de/Verbitterung,-oh-du-Rose-am-Revers-des-Bildungsbuergertums,-wie-sehr-du-mich-belaestigst.-121.html#konversation&quot; title=&quot;Artikel aufrufen und flattrn&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://api.flattr.com/button/button-static-50x60.png&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
    
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    <pubDate>Tue, 01 Jun 2010 12:45:00 +0200</pubDate>
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    <title>Wo wir doch grad so schön beim Thema Essen sind.</title>
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&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;q&gt;… and when I&#039;m done eating those cheeseburgers, I wanna eat a few more cheeseburgers, because I just happen to really like cheeseburgers.
&lt;/q&gt; – Word.
&lt;/p&gt;
&lt;hr class=&quot;sigmarker&quot; /&gt;
&lt;p class=&quot;note brackets&quot;&gt;Heute Abend tröstet mich ein wesentlich disziplinierteres Risotto mit grünem Spargel, Minze und Zitrone über die zahllosen potentiellen Cheesburger der letzten wie auch kommenden Wochen hinweg. So ein Risotto ist ja auch viel großartiger, ich mein, was da alles drin ist und wie schön so ein bunter Einkaufskorb aussieht, wenn man den Salat für morgen direkt dazustopft! &lt;span class=&quot;brackets intro&quot;&gt;Und, naja, aber wie rissig Hände werden, wenn man ständig in der Küche steht und Gemüse putzt und Salat wäscht und … und und und, sowieso und hurra, Essen ist SO toll!&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
    
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    <pubDate>Tue, 06 Apr 2010 17:12:00 +0200</pubDate>
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<item>
    <title>Klein sero schon wieder auswärts, diesmal: re:publica 2010</title>
    <link>http://serotonic.de/Klein-sero-schon-wieder-auswaerts,-diesmal-republica-2010-118.html</link>
            <category>Wandeln in Müßiggang</category>
    
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    <author>serotonic</author>
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&lt;p class=&quot;intro&quot;&gt;
Während ich zwischen zwei Arbeitseinheiten meinen Soja-Joghurt mit frischen, liebevoll kleingewürfelten Birnenstückchen konsumiere, fällt mir ein, dass ich ja durchaus über vieles nicht bloggen kann, aber über die &lt;a href=&quot;http://re-publica.de/10/&quot;&gt;re:publica&lt;/a&gt; doch ganz dringend zumindest einen Absatz verlieren muss. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Mit der &lt;a href=&quot;http://twitter.com/_lyza_&quot;&gt;weltbesten Frau aller Zeiten&lt;/a&gt; habe ich im größeren Sinne Berlin und im engeren Sinne die allererste Konferenz meines Lebens besucht, und was soll ich sagen? Es hat gar nicht weh getan. Eigentlich war es sogar total toll, mal wieder alle sprachlichen Fähigkeiten angesichts internetbekannter Menschen zu verlieren und in mein grenzdebiles, nichtsdestotrotz von Herzen kommendes Grinsen zu verfallen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Glücklicherweise konnten die meisten der Vortragenden jedoch um einiges besser reden. Nehmen wir zum Beispiel Miriam Meckel, die am dritten Tage &lt;em&gt;über die Grenzen menschlichen Ermessens und das Ermessen menschlicher Grenzen&lt;/em&gt; sprach. Nicht ganz unabhängig davon, dass Sie mit rhetorischer Leichtigkeit Einzelfakten, die schon länger in meinem Kopf herumspukten, zu einem großen, dynamischen Ganzen zusammenbrachte, kam mir gegen Ende Ihres Vortrages der Gedanke, dass ich zu gerne eine eigene Miriam Meckel für zu Hause hätte.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Neben dem Vortrag von Miriam Meckel hat mich Götz Werner zum Thema Grundeinkommen noch längere Zeit beschäftigt, ich kaue sozusagen immer noch dran herum. Dass ich seinen Vortrag überhaupt, zumindest zur Hälfte, mitbekommen konnte, habe ich der hochfliegenden Vulkanasche und den dazu passenden Programmausfällen und -änderungen zu verdanken, denn eigentlich hatte ich vor, beim kurzweiligen Netionary von Johnny Haeusler wach zu werden. Als ich jedoch den Saal betrat und Götz Werner so langsam sprach, als hätte jemand irgendwo an seinem Körper eine Feststellbremse betätigt, war ich erst einmal unangenehm berührt. Es wird einem ja immer so ein bisschen das Gefühl vermittelt, der Vortragende würde seinem Publikum mit ganz besonders langmütiger Haltung Gelegenheit geben, geistig gerade noch so mithalten zu können. Meist ist diese Art zu sprechen gepaart mit extremer Flachheit des Gesagten, was man Götz Werner nun aber nicht vorwerfen kann. Und er brachte eines ganz knackig auf den Punkt, das mich in Diskussionen um den Sozialstaat immer ganz verzweifelt macht: &lt;q&gt;Die meisten Menschen haben zwei Menschenbilder: Das eigene – das Humanistische. Und das von den Mitmenschen – das Materialistische.&lt;/q&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Den größten Vortrag von allen habe ich leider verpasst, und zwar: &lt;a href=&quot;http://re-publica.de/10/2010/04/15/peter-kruse-ist-die-nutzung-des-internets-eine-glaubensfrage/&quot;&gt;Peter Kruse: Ist die Nutzung des Internets eine Glaubensfrage?&lt;/a&gt;. Heute habe ich den auf 30 Minuten komprimierten 60-Minüter nachgeholt, und was soll ich sagen: Ich habe erst still gelauscht, dann aufgeregt geklatscht und am Ende begeistert gejubelt, als wär ich live dabei gewesen. Sollten Sie ihn bislang noch nicht gesehen haben, ran an den Speck, dieses Stück Video nutzt sich nicht ab.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Apropos Licht, kommen wir zum Schatten. Ich bin völlig planlos auf der re:publica erschienen, und es gab Momente, in denen sich die fehlende Vorbereitung rächte. So saß ich auch in Vorträgen, in denen ich einfach den menschlich vertretbaren Zeitpunkt zum Gehen verpasst hatte. Oder versuchte meine innere Mitte zu finden, während ein schnieke gekleideter Businesskasper mit erstaunlich nöliger Stimme uninspirierte Worthülsen aneinanderreihte. Selbst die Rahmenveranstaltungen hatten wir verplant: So reisten wir am frühen Morgen von Tag 1 an, was uns derart schlauchte, dass die Party am Abend ohne uns stattfinden musste (und Berichten zu Folge auch noch ganz hervorragend damit klar kam). Und während die Abschlussparty begann, saßen wir schon längst im Zug und näherten uns Köln.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Kongresse besuchen muss man offensichtlich auch erstmal lernen. Aber da freu ich mich wie Bolle drauf.
&lt;/p&gt;
&lt;hr class=&quot;sigmarker&quot; /&gt;
&lt;p class=&quot;update&quot;&gt;
Der großartige &lt;a href=&quot;http://twitter.com/pauneu&quot;&gt;@pauneu&lt;/a&gt; hat uns nicht nur die Ehre zu Teil werden lassen, mit uns um den Friedrichstadtpalast zu ziehen, sondern auch noch hervorragendes Bildwerk zu produzieren. &lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/neupau/sets/72157624000668742/&quot;&gt;Hier entlang, bittschön!&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt; 
    
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    <pubDate>Mon, 19 Apr 2010 17:14:00 +0200</pubDate>
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    <title>Heute back ich, morgen brau ich (1) – Apfelbrot-Edition</title>
    <link>http://serotonic.de/Heute-back-ich,-morgen-brau-ich-1-Apfelbrot-Edition-110.html</link>
            <category>Wandeln in Müßiggang</category>
    
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    <author>serotonic</author>
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    &lt;p class=&quot;intro&quot;&gt;
Letzten Herbst beim Biobäcker, ich so angesichts eines kleinen Stückes dunklen Apfelbrotes in Plastikumhüllung: &lt;q&gt;Boah. Dich fress ich.&lt;/q&gt; Wenige Minuten später an der Kasse, ich so angesichts des wahrhaft bombastischen Preises: &lt;q&gt;Wooo-hoooo!&lt;/q&gt; Abends dann alles weggeschmackofatzt, und direkt im Anschluss beschlossen, das auch selber zu können. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Nun ist es soweit. Apfelbrotzeit, Baby! Ich orientiere mich dabei an &lt;a href=&quot;http://www.chefkoch.de/rezepte/19911005121846/Apfelbrot.html&quot;&gt;diesem Rezept bei Chefkoch&lt;/a&gt;, das man allerdings mit vielen, vielen Kleinstvariationen im Netz findet, mir dünkt irgendwie flau, &lt;a href=&quot;http://www.kochrezepte.de/gebaeck-brot-apfel-rezepte/apfelbrot-31185.html&quot;&gt;dies hier&lt;/a&gt; sei das Original. Oder zumindest originaler.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Heute Morgen habe ich also erst einmal rund ein Kilo Äpfel geschält, vom Gehäuse befreit und grob geraspelt**. (Ich habe Braeburn genommen; normalerweise würde ich zu dem weniger süßen, dafür aber eher sauren Boskoop greifen, aber den mag der Mann nicht so gern.) Während des Raspelns habe ich die Schale ökologisch sinnvoll in meinem Magen entsorgt, was praktisch war, denn so gingen Vorbereitungen und Frühstück Hand in Hand. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Theoretisch hätte ich die Apfelmasse dann mit 200 Gramm braunem Zucker und etwas weniger als einen halben Teelöffel Zimt vermengt, praktisch hatte ich aber noch einen beeindruckenden Zimt-Zucker-Rest vom letzten Pfannkuchenmassaker über, und so hob ich halt rund 80 Gramm Restgemisch und 120 Gramm braunen Zucker unter die Fruchtteilchen. Wie viel Zimt also schlussendlich im Apfelbrot enthalten sein wird, kann ich schwerlich sagen, ich fürchte nur, es wird etwas zu viel sein. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Als nächstes begoss ich 250 Gramm Rosinen mit sehr großzügigen 4 Esslöffeln Rum, packte Deckel auf beide Gemische und ließ sie getrennt voneinander ein paar Stündchen ziehen*. So kommt Wasser aus den Äpfeln und Rum in die Rosinen. Als die Rosinen schön Rum-prall waren, hab ich sie zu den Äpfeln gekippt, das erschien mir logisch, und ich konnte schon mal ein bisschen was wegspülen; ich bin ja ein notorisch ordentliches Koch-und-Back-Häschen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Im Laufe des Nachmittags habe ich immer wieder die geschmackliche Qualität der Mischung geprüft, die sich jedes Mal gar köstlich an meinen Gaumen schmiegte. Irgendwann fühlte ich mich allerdings gezwungen, dem Masseverlust mit feinen Scheibchen eines halben zusätzlichen Apfels entgegenzuwirken.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Am Abend, nach einem ganz wundervollen Spaziergang an dieser herrlich sonnenwarmen Frühlingsluft, machte ich mich daran, 500 Gramm Mehl, 25 Gramm gemahlene Walnüsse, zwei Esslöffel Kakaopulver, jeweils eine Messerspitze Kardamon und gemahlene Nelken sowie eine Prise Salz und 2 Päckchen Backpulver – die staubigen Zutaten also – zu vermengen und im nächsten Schritt mit dem nun wahrlich gut durchgezogenen Apfelgemisch zu einem glatten, aber festen Teig zu verarbeiten. Der war ohne zusätzliche Flüssigkeit zu trocken, und so goss ich nach und nach naturtrüben Apfelsaft hinzu, bis seine Konsistenz nicht mehr dazu verlockte, kleine Apfelgeschosse zu formen und die Katzen damit zu bewerfen, die vehement ihr eigenes, weniger vegetarisches Abendbrot einforderten. 
&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;trivia&quot;&gt;
Haselnusskerne sind ausreichend geröstet, sobald sie sich freiwillig aus ihrer Pelle schälen. Bei dem eh schon blanchierten Mandelhack ist eine maximal güldene Färbung okee.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Dann hab ich nur noch schnell die Haselnüsse und Mandeln getrennt voneinander ein paar Minuten in der Pfanne geröstet und im warmen Zustand unter den Teig gerührt, alles in eine große und eine kleine gefettete Kastenform gefüllt und diese wiederum in den 175°C umluftheißen Ofen gestellt. Das ist nun gut 30 Minuten her, und es duftet hier so derartig herrlich, als würde ich in einem riesigen Bratapfel hausen, was mir durchaus erstrebenswert erscheint. 
&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Und hier nochmal alle Zutaten:&lt;/h3&gt;
&lt;ul class=&quot;semi&quot;&gt;
&lt;li&gt;1000 g Äpfel (Boskoop, Braeburn oder andere, zum backen geeignete Sorte, ungeschält &amp;amp; inklusive Kerngehäuse. Nettogewicht my ass!)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;200 g brauner Zucker&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;250 g Rosinen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;100 g ganze Haselnusskerne&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;100 g gehackte Mandeln&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;25 g gemahlene Walnüsse&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;500 g 405er Mehl&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;2 Esslöffel Kakaopulver&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;4 Esslöffel Rum&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;¼–½ Teelöffel Zimt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;1 Messerspitze gemahlene Nelken&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;1 Messerspitze Kardamon&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;1 Prise Salz&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;2 Päckchen Backpulver&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Apfelsaft (Naturtrüber Direktsaft)&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;
Die Backzeit ist mit moderaten 60 Minuten angegeben. Ich werde mich jedoch an den Tipp aus dem zweiten Rezeptlink halten, die Brote nach der Backzeit nochmal für 10 weitere Minuten ohne Form zu backen – damit sie rundum eine schöne harte Kruste bekommen. 
&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;brackets note intro&quot;&gt;------ Schnipp ------&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Das fertige Apfelbrot&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;
Absolut saulecker. Allerdings werde ich beim nächten Mal maximal 5 Minuten ohne Kastenform dazugeben, die Kruste ist für meinen Geschmack etwas zu dunkel und hart geraten. 
&lt;/p&gt;
&lt;!-- s9ymdb:47 --&gt;&lt;img class=&quot;large&quot; width=&quot;600&quot; height=&quot;370&quot; src=&quot;http://serotonic.de/uploads/muessiggang/20100303-apfelbrot.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;
&lt;p&gt;
Happa allerseits!
&lt;/p&gt;
&lt;hr class=&quot;sigmarker&quot; /&gt;
&lt;!--&lt;p class=&quot;note&quot;&gt;
Ich habe mich im Übrigen dazu entschlossen, vorerst keine Kommentare mehr zuzulassen. Aus Gründen. Falls Sie jedoch Trackbacks senden möchten, können Sie das nach wie vor tun. Oder eine E-Mail schreiben. 
&lt;/p&gt;--&gt;
&lt;div class=&quot;update&quot;&gt;
&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;*&lt;/strong&gt; Ich wurde mehrfach gefragt, ob die Äpfel luftdicht ruhen oder ein einfacher Teller auf einer simplen Schüssel ausreichen würde, und ob Kühlschranklagerung empfohlen sei. Ich habe alle Kombinationen durch und kann berichten: Ist in allen Monaten mit &amp;gt; 6 Buchstaben völlig wurst.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;**&lt;/strong&gt; Ich lerne ja von Apfelbrot zu Apfelbrot dazu. Mittlerweile viertel ich etwas mehr als ein Drittel der Äpfel und schneide sie in feine Scheibchen, das macht eine hübsch anzusehende Struktur im Brot, und außerdem wird es dadurch ein wenig luftiger. 
&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt; 
    
    &lt;a href=&quot;http://serotonic.de/Heute-back-ich,-morgen-brau-ich-1-Apfelbrot-Edition-110.html#konversation&quot; title=&quot;Artikel aufrufen und flattrn&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://api.flattr.com/button/button-static-50x60.png&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
    
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var flattr_dsc = '  Letzten Herbst beim Biobäcker, ich so angesichts eines kleinen Stückes dunklen Apfelbrotes in Plastikumhüllung: Boah. Dich fress ich. Wenige Minuten später an der Kasse, ich so angesichts des wahrhaft bombastischen Preises: Wooo-hoooo! Abends dann alles weggeschmackofatzt, und direkt im Anschluss beschlossen, das auch selber zu können.       Nun ist es soweit. Apfelbrotzeit, Baby! Ich orientiere mich dabei an diesem Rezept bei Chefkoch, das man allerdings mit vielen, vielen Kleinstvariationen im Netz findet, mir dünkt irgendwie flau, dies hier sei das Original. Oder zumindest originaler.      Heute Morgen habe ich also erst einmal rund ein Kilo Äpfel geschält, vom Gehäuse befreit und grob geraspelt**. (Ich habe Braeburn genommen; normalerweise würde ich zu dem weniger süßen, dafür aber eher sauren Boskoop greifen, aber den mag der Mann nicht so gern.) Während des Raspelns habe ich die Schale ökologisch sinnvoll in meinem Magen entsorgt, was praktisch war, denn so gingen Vorbereitungen und Frühstück Hand in Hand.       Theoretisch hätte ich die Apfelmasse dann mit 200 Gramm braunem Zucker und etwas weniger als einen halben Teelöffel Zimt vermengt, praktisch hatte ich aber noch einen beeindruckenden Zimt-Zucker-Rest vom letzten Pfannkuchenmassaker über, und so hob ich halt rund 80 Gramm Restgemisch und 120 Gramm braunen Zucker unter die Fruchtteilchen. Wie viel Zimt also schlussendlich im Apfelbrot enthalten sein wird, kann ich schwerlich sagen, ich fürchte nur, es wird etwas zu viel sein.       Als nächstes begoss ich 250 Gramm Rosinen mit sehr großzügigen 4 Esslöffeln Rum, packte Deckel auf beide Gemische und ließ sie getrennt voneinander ein paar Stündchen ziehen*. So kommt Wasser aus den Äpfeln und Rum in die Rosinen. Als die Rosinen schön Rum-prall waren, hab ich sie zu den Äpfeln gekippt, das erschien mir logisch, und ich konnte schon mal ein bisschen was wegspülen; ich bin ja ein notorisch ordentliches Koch-und-Back-Häschen.      Im Laufe des Nachmittags habe ich immer wieder die geschmackliche Qualität der Mischung geprüft, die sich jedes Mal gar köstlich an meinen Gaumen schmiegte. Irgendwann fühlte ich mich allerdings gezwungen, dem Masseverlust mit feinen Scheibchen eines halben zusätzlichen Apfels entgegenzuwirken.      Am Abend, nach einem ganz wundervollen Spaziergang an dieser herrlich sonnenwarmen Frühlingsluft, machte ich mich daran, 500 Gramm Mehl, 25 Gramm gemahlene Walnüsse, zwei Esslöffel Kakaopulver, jeweils eine Messerspitze Kardamon und gemahlene Nelken sowie eine Prise Salz und 2 Päckchen Backpulver – die staubigen Zutaten also – zu vermengen und im nächsten Schritt mit dem nun wahrlich gut durchgezogenen Apfelgemisch zu einem glatten, aber festen Teig zu verarbeiten. Der war ohne zusätzliche Flüssigkeit zu trocken, und so goss ich nach und nach naturtrüben Apfelsaft hinzu, bis seine Konsistenz nicht mehr dazu verlockte, kleine Apfelgeschosse zu formen und die Katzen damit zu bewerfen, die vehement ihr eigenes, weniger vegetarisches Abendbrot einforderten.       Haselnusskerne sind ausreichend geröstet, sobald sie sich freiwillig aus ihrer Pelle schälen. Bei dem eh schon blanchierten Mandelhack ist eine maximal güldene Färbung okee.      Dann hab ich nur noch schnell die Haselnüsse und Mandeln getrennt voneinander ein paar Minuten in der Pfanne geröstet und im warmen Zustand unter den Teig gerührt, alles in eine große und eine kleine gefettete Kastenform gefüllt und diese wiederum in den 175°C umluftheißen Ofen gestellt. Das ist nun gut 30 Minuten her, und es duftet hier so derartig herrlich, als würde ich in einem riesigen Bratapfel hausen, was mir durchaus erstrebenswert erscheint.     Und hier nochmal alle Zutaten:    1000 g Äpfel (Boskoop, Braeburn oder andere, zum backen geeignete Sorte, ungeschält &amp;amp; inklusive Kerngehäuse. Nettogewicht my ass!)  200 g brauner Zucker  250 g Rosinen  100 g ganze Haselnusskerne  100 g gehackte Mandeln  25 g gemahlene Walnüsse  500 g 405er Mehl  2 Esslöffel Kakaopulver  4 Esslöffel Rum  ¼–½ Teelöffel Zimt  1 Messerspitze gemahlene Nelken  1 Messerspitze Kardamon  1 Prise Salz  2 Päckchen Backpulver  Apfelsaft (Naturtrüber Direktsaft)      Die Backzeit ist mit moderaten 60 Minuten angegeben. Ich werde mich jedoch an den Tipp aus dem zweiten Rezeptlink halten, die Brote nach der Backzeit nochmal für 10 weitere Minuten ohne Form zu backen – damit sie rundum eine schöne harte Kruste bekommen.     ------ Schnipp ------  Das fertige Apfelbrot    Absolut saulecker. Allerdings werde ich beim nächten Mal maximal 5 Minuten ohne Kastenform dazugeben, die Kruste ist für meinen Geschmack etwas zu dunkel und hart geraten.         Happa allerseits!            * Ich wurde mehrfach gefragt, ob die Äpfel luftdicht ruhen oder ein einfacher Teller auf einer simplen Schüssel ausreichen würde, und ob Kühlschranklagerung empfohlen sei. Ich habe alle Kombinationen durch und kann berichten: Ist in allen Monaten mit &amp;gt; 6 Buchstaben völlig wurst.      ** Ich lerne ja von Apfelbrot zu Apfelbrot dazu. Mittlerweile viertel ich etwas mehr als ein Drittel der Äpfel und schneide sie in feine Scheibchen, das macht eine hübsch anzusehende Struktur im Brot, und außerdem wird es dadurch ein wenig luftiger.     ';
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    <pubDate>Wed, 03 Mar 2010 19:57:00 +0100</pubDate>
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    <title>(N64)</title>
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&lt;p&gt;
Das, was Sie hier sehen, werte Leserschaft, ist mein Frühstück am heutigen Tage. Es besteht aus einer lieblos kleingeschnittenen Discounterpflaume aus garantiert weltschröpfenden Anbau und einem ökologisch tip-top-superfeinen Apfel-Möhrenbrot, das selbstgebacken wie misslungen ist. Es schmeckt zwar hervorragend, versagt aber völlig in seiner Konsistenz, die durchaus an einen Hundekaubrocken aus hartweichem Gummi erinnern könnte. Beigestellt ist ein Glas handelsüblicher Sojamilch und eine Flasche stillen Wassers, die ich im Laufe des Tages mehrmals direkt aus dem Hahn befüllen werde. Ich wünsche mir einen guten Appetit.
&lt;/p&gt; 
    
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    <pubDate>Thu, 01 Apr 2010 10:40:00 +0200</pubDate>
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    <title>Klein sero auf großer Fahrt. Ein Reisebericht in 5536 Zeichen.</title>
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    <author>serotonic</author>
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&lt;p class=&quot;intro&quot;&gt;
Der Mann und ich haben ein paar Tage Urlaub gemacht. Spontanurlaub. Und dazu noch der erste Urlaub seit Mai 2007, wie wir im Zug gewahr wurden. Wir glotzten uns dann für einen Moment ein bisschen ungläubig an und stopften schnell Musik in unsere Ohren, während uns die Bahn ins gelobte Land – es ging nach Hamburg, nämlich – chauffierte. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Das Erste, was mir Landpomeranze natürlich auffiel, waren die vielen unglaublich gut gekleideten Menschen. Der Hamburger an sich hat einen Hang zu feinem Zwirn, und die einheimische Dame beschreitet das schöne Pflaster selbstverständlich nur in Stiefeln. Ich glaube ja, dass da ein Servicegedanke hinter steckt: So erkennt man als Tourist sofort seinesgleichen an den ausgelatschten Sneakers und kommt gar nicht erst in die Verlegenheit, einen anderen Ortsfremden nach dem Weg zu fragen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Das Zweite, was ich von nun an für immer mit Hamburg verbinden werde, ist Hundescheiße. Noch nie hat des Hundes Kot so reichlich meinen Weg gekreuzt, meine Herren! Wir entwickelten vor lauter Begeisterung sogar ein lustiges Spiel, und das ging so: Jedes Mal, wenn einer eines Häufchens gewahr wurde, musste er Hundescheiße sinnvoll im nächsten Satz unterbringen; je nach Stadtteil variierte der Schwierigkeitsgrad. Im Level Sankt Pauli haben wir dann aufgegeben. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Apropos Sankt Pauli. In Sankt Pauli haben wir knapp über den Landungsbrücken gewohnt, &lt;a href=&quot;http://www.qype.com/place/123293-Fischhandlung-Karow-Hamburg&quot;&gt;Fischbrötchen wie bei Oma gegessen&lt;/a&gt;, Schiffsdiesel geatmet und uns die Füße wundgelaufen. Überhaupt, gelaufen sind wir quasi überall und unentwegt, wie die Wilden haben wir einen Fuß vor den anderen gesetzt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Am Abend des ersten Tages liefen wir noch in ortskundiger Begleitung, und als wir dann mal saßen, schauten wir anderen Menschen beim Laufen zu, während Hamburg so tat als wäre schon längst Frühling. Das war toll, und überhaupt sollte man viel öfter Urlaub machen, viel mehr laufen und &lt;a href=&quot;http://xrays.antville.org/stories/1983973/&quot;&gt;Menschen mit Kastanien in roten Mänteln&lt;/a&gt; treffen und Quiches essen und Cocktails an geöffneten Fenstern trinken. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
An Tag zwei waren wir wieder so ziemlich mit Laufen beschäftigt, haben uns aber zwischendurch auch einmal quer durch den Hafen schippern (&lt;q&gt;Hier, Ha-fen-rrrund-fahrt! Nur hier mit Speicherstadt!&lt;/q&gt;) und in roten Doppeldeckerbussen durch die Stadt chauffieren lassen, Hamburg im Schnellverfahren sozusagen, jedenfalls schien uns gar herrlichst die Sonne auf den Pelz und wir waren schnell zwei menschgewordene Glückseligkeiten, die sich gleichermaßen fettgefressen und sattgesehen hatten.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Später dann verdrückte ich noch ein Tränchen auf einer Bank in der Hauptkirche St. Michaelis, weil doch gerade die Streicher probten und einen kurzen Melodieteil immer und immer wieder spielten, bis auch ich in der Lage war, die Nuancen zu hören – schnüff und meine-Güte-war-das-schön. Und während drinnen ein einsames Tränchen rollte, sammelten sich draußen all die großen und kleinen Wolken zum mächtigen Erguss in Spielfilmlänge. Nass bis auf die Knochen entschieden wir uns gegen den geplanten Restaurantfisch auf gestärktem Tuche und verlegten uns auf Mitnehmsushi auf Bettwäsche, was im Grunde eh viel großartiger war, und schon war der vorletzte Tag rum.
&lt;/p&gt;

&lt;!-- s9ymdb:54 --&gt;&lt;img class=&quot;floatleft border&quot; width=&quot;250&quot; height=&quot;326&quot;  src=&quot;http://serotonic.de/uploads/muessiggang/20100328_lachance.jpg&quot;  alt=&quot;&quot; /&gt;
&lt;p&gt;
Am nächsten Morgen mit Abreisewehmut erwacht, Sachen gepackt, ausgecheckt und frische Waffeln gefrühstückt. Dem Michel unter den Turm und in die Krypta geguckt, einen Markt besucht, und dann das &lt;a href=&quot;http://www.qype.com/place/847883-La-Chance-Hamburg&quot;&gt;zauberhafteste kleine Café ever&lt;/a&gt; in der Wextraße entdeckt. Sollten Sie einmal selbst vor Ort sein, besuchen Sie das La Chance, da gibt es herrlich leckere Ofenkartoffeln, feine Crêpes und appetitliche Kuchen, alles selbstgemacht von einem Besitzer, der so derartig zuvorkommend und freundlich ist, dass ich gar keine Worte hatte, sondern nur noch tumb lächelte. Ach ja, und zu allem Überfluss gab es auch noch laktosefreie Milch für den Kaffee, und das alles auf gerade mal gefühlten 15 Quadratmetern. Satt und selig haben wir uns die Rathausführung entgehen lassen und sind anstatt dessen lieber noch etwas gelaufen, durch den Elbtunnel nämlich. Am Abend dieses dritten und letzten Tages hatte ich im Übrigen keine Blase am kleinen Zeh, sondern einen kleinen Zeh in einer Blase. Dass sowas geht, war auch mir neu. Und jetzt stellen Sie sich mal vor, ich hätte Stiefel getragen.
&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;link&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/serotonic/sets/72157623734189782/&quot;&gt;Bilder in mehr und größer bei Flickr&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;hr class=&quot;sigmarker&quot; /&gt;
&lt;p class=&quot;note intro&quot;&gt;
Ich hätte das alles ja schon längst mit frisch geurlaubten Geiste verbloggen wollen, jedoch kam mir ein völlig nutzloser Treiber des neuen Grafiktabletts in die Quere, und nachdem ich 2 Tage Rebootmarathon hinter mir hatte, war ich, man glaubt es kaum, endlich in der Lage, es mit der von meinen Gehirnhälften befähigten Hand zu nutzen. Nachts um kurz vor 2 Uhr, völlig erschöpft und bis zum Anschlag pissed, &lt;a class=&quot;thickbox&quot; rel=&quot;thickbox_group_entry_115&quot;   href=&quot;http://serotonic.de/uploads/kurzweil/4wacom.png&quot;&gt;galt meine erste Zeichnung natürlich dem Hersteller.&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt; 
    
    &lt;a href=&quot;http://serotonic.de/Klein-sero-auf-grosser-Fahrt.-Ein-Reisebericht-in-5536-Zeichen.-115.html#konversation&quot; title=&quot;Artikel aufrufen und flattrn&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://api.flattr.com/button/button-static-50x60.png&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
    
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var flattr_tle = 'Klein sero auf großer Fahrt. Ein Reisebericht in 5536 Zeichen.';
var flattr_dsc = '    Der Mann und ich haben ein paar Tage Urlaub gemacht. Spontanurlaub. Und dazu noch der erste Urlaub seit Mai 2007, wie wir im Zug gewahr wurden. Wir glotzten uns dann für einen Moment ein bisschen ungläubig an und stopften schnell Musik in unsere Ohren, während uns die Bahn ins gelobte Land – es ging nach Hamburg, nämlich – chauffierte.         Das Erste, was mir Landpomeranze natürlich auffiel, waren die vielen unglaublich gut gekleideten Menschen. Der Hamburger an sich hat einen Hang zu feinem Zwirn, und die einheimische Dame beschreitet das schöne Pflaster selbstverständlich nur in Stiefeln. Ich glaube ja, dass da ein Servicegedanke hinter steckt: So erkennt man als Tourist sofort seinesgleichen an den ausgelatschten Sneakers und kommt gar nicht erst in die Verlegenheit, einen anderen Ortsfremden nach dem Weg zu fragen.        Das Zweite, was ich von nun an für immer mit Hamburg verbinden werde, ist Hundescheiße. Noch nie hat des Hundes Kot so reichlich meinen Weg gekreuzt, meine Herren! Wir entwickelten vor lauter Begeisterung sogar ein lustiges Spiel, und das ging so: Jedes Mal, wenn einer eines Häufchens gewahr wurde, musste er Hundescheiße sinnvoll im nächsten Satz unterbringen; je nach Stadtteil variierte der Schwierigkeitsgrad. Im Level Sankt Pauli haben wir dann aufgegeben.         Apropos Sankt Pauli. In Sankt Pauli haben wir knapp über den Landungsbrücken gewohnt, Fischbrötchen wie bei Oma gegessen, Schiffsdiesel geatmet und uns die Füße wundgelaufen. Überhaupt, gelaufen sind wir quasi überall und unentwegt, wie die Wilden haben wir einen Fuß vor den anderen gesetzt.         Am Abend des ersten Tages liefen wir noch in ortskundiger Begleitung, und als wir dann mal saßen, schauten wir anderen Menschen beim Laufen zu, während Hamburg so tat als wäre schon längst Frühling. Das war toll, und überhaupt sollte man viel öfter Urlaub machen, viel mehr laufen und Menschen mit Kastanien in roten Mänteln treffen und Quiches essen und Cocktails an geöffneten Fenstern trinken.         An Tag zwei waren wir wieder so ziemlich mit Laufen beschäftigt, haben uns aber zwischendurch auch einmal quer durch den Hafen schippern (Hier, Ha-fen-rrrund-fahrt! Nur hier mit Speicherstadt!) und in roten Doppeldeckerbussen durch die Stadt chauffieren lassen, Hamburg im Schnellverfahren sozusagen, jedenfalls schien uns gar herrlichst die Sonne auf den Pelz und wir waren schnell zwei menschgewordene Glückseligkeiten, die sich gleichermaßen fettgefressen und sattgesehen hatten.        Später dann verdrückte ich noch ein Tränchen auf einer Bank in der Hauptkirche St. Michaelis, weil doch gerade die Streicher probten und einen kurzen Melodieteil immer und immer wieder spielten, bis auch ich in der Lage war, die Nuancen zu hören – schnüff und meine-Güte-war-das-schön. Und während drinnen ein einsames Tränchen rollte, sammelten sich draußen all die großen und kleinen Wolken zum mächtigen Erguss in Spielfilmlänge. Nass bis auf die Knochen entschieden wir uns gegen den geplanten Restaurantfisch auf gestärktem Tuche und verlegten uns auf Mitnehmsushi auf Bettwäsche, was im Grunde eh viel großartiger war, und schon war der vorletzte Tag rum.          Am nächsten Morgen mit Abreisewehmut erwacht, Sachen gepackt, ausgecheckt und frische Waffeln gefrühstückt. Dem Michel unter den Turm und in die Krypta geguckt, einen Markt besucht, und dann das zauberhafteste kleine Café ever in der Wextraße entdeckt. Sollten Sie einmal selbst vor Ort sein, besuchen Sie das La Chance, da gibt es herrlich leckere Ofenkartoffeln, feine Crêpes und appetitliche Kuchen, alles selbstgemacht von einem Besitzer, der so derartig zuvorkommend und freundlich ist, dass ich gar keine Worte hatte, sondern nur noch tumb lächelte. Ach ja, und zu allem Überfluss gab es auch noch laktosefreie Milch für den Kaffee, und das alles auf gerade mal gefühlten 15 Quadratmetern. Satt und selig haben wir uns die Rathausführung entgehen lassen und sind anstatt dessen lieber noch etwas gelaufen, durch den Elbtunnel nämlich. Am Abend dieses dritten und letzten Tages hatte ich im Übrigen keine Blase am kleinen Zeh, sondern einen kleinen Zeh in einer Blase. Dass sowas geht, war auch mir neu. Und jetzt stellen Sie sich mal vor, ich hätte Stiefel getragen.      Bilder in mehr und größer bei Flickr        Ich hätte das alles ja schon längst mit frisch geurlaubten Geiste verbloggen wollen, jedoch kam mir ein völlig nutzloser Treiber des neuen Grafiktabletts in die Quere, und nachdem ich 2 Tage Rebootmarathon hinter mir hatte, war ich, man glaubt es kaum, endlich in der Lage, es mit der von meinen Gehirnhälften befähigten Hand zu nutzen. Nachts um kurz vor 2 Uhr, völlig erschöpft und bis zum Anschlag pissed, galt meine erste Zeichnung natürlich dem Hersteller.  ';
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    <pubDate>Tue, 30 Mar 2010 15:40:00 +0200</pubDate>
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